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14.03.2006

11:10 Uhr

Bankensektor

EU will Bankenaufsicht straffen

VonMichael Scheerer

Das Europaparlament kritisiert die hohen Barrieren für grenzüberschreitende Übernahmen und verlangt von der Europäischen Union (EU) mehr Anstrengungen zum Abbau von Barrieren im Finanzbinnenmarkt.

BRÜSSEL. Wie aus einem derzeit noch vertraulichen Bericht des Parlaments zur Konsolidierung des europäischen Bankensektors hervorgeht, setzt sich das Straßburger Abgeordnetenhaus insbesondere für eine effizientere Bankenaufsicht ein.

Nach Überzeugung der Abgeordneten sind die einzelstaatlichen, nur unzureichend aufeinander abgestimmten nationalen Regelungen ein Hauptgrund für die mangelhafte Zahl grenzüberschreitender Übernahmen und Fusionen auf dem Bankensektor.

Die Branche selbst beklagt seit langem die zersplitterte Finanzaufsicht in der EU. Die Verpflichtung, auch innerhalb der Gemeinschaft unterschiedliche Gesetze befolgen zu müssen, führe zu übermäßig langen und teuren Abstimmungsprozeduren, heißt es in einem Positionspapier der europäischen Bankenvereinigung FBE.

Dieser Ansicht schließt sich nun auch das Europaparlament an. „Es ist höchste Zeit, die bestehenden Strukturen zu verbessern“, heißt es in der Entschließung, die dem Handelsblatt vorliegt. Das Europaparlament, das an der EU-Gesetzgebung maßgeblich beteiligt ist, schlägt die Einsetzung eines Expertengremiums vor, das bis Ende 2006 Lösungsvorschläge auf den Tisch legen soll. „Eine Klärung der Entscheidungsgewalt und der Zuständigkeiten zwischen den nationalen Regulierungsbehörden sowie ein adäquates Krisenmanagement sind dringend nötig“, stellt der Bericht fest.

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