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10.11.2014

14:58 Uhr

Bankensektor Österreich

Österreichische Volksbanken forcieren Fusion

Nach dem peinlichen EZB-Stresstest geben Österreichs Volksbanken grünes Licht für die anstehende Fusionswelle. Das Spitzeninstitut ÖVAG soll den Anfang machen und den Stein ins Rollen bringen.

Durchgefallen: Das Logo der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG). dpa

Durchgefallen: Das Logo der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG).

WienDer österreichische Volksbanken-Sektor rückt nach dem Patzer des Spitzeninstituts ÖVAG im Stresstest näher zusammen. Bis 2017 sollen die derzeit 42 Regionalbanken zu acht Instituten fusionieren. Damit wollen die Geldhäuser ihre Kosten senken und die Erträge steigern, teilte die ÖVAG am Montag mit.

Die Aufgaben des vor der Abwicklung stehenden Spitzeninstituts soll künftig die Volksbank Wien übernehmen, wie eine Sprecherin sagte. Einen entsprechenden Abwicklungsplan reiche die ÖVAG fristgerecht am Montag bei den Aufsehern ein. Details nannte die Sprecherin nicht.

Das Institut hatte bereits vor der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse seinen Abbau angekündigt: Die faulen und nicht zukunftsträchtigen Teile will die ÖVAG im Laufe des ersten Halbjahres 2015 in eine nicht staatliche Bad Bank ohne Banklizenz auslagern. Dabei will das Institut künftig ohne weitere Staatshilfen auskommen, bestätigte die Sprecherin. Die ÖVAG hatte sich mit einer massiven Expansion nach Osteuropa verhoben und bislang in mehreren Schritten inklusive Garantien 1,35 Milliarden Euro an Staatshilfen erhalten.

Nun wartet die Bank auf grünes Licht der Aufseher für ihren Abwicklungsplan. Die EZB hatte Anfang November die Aufsicht über die wichtigsten Banken in der Euro-Zone übernommen und diese zuvor geprüft. Diesen Test hatte die ÖVAG nicht bestanden: Die Aufseher hatten in einem fiktiven Stress-Szenario eine Kapitallücke von 865 Millionen Euro festgestellt. Insgesamt haben 25 von 130 getesteten Banken die Prüfung nicht bestanden.

Von

rtr

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