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20.08.2014

14:53 Uhr

Bankenstresstest

EU-Aufsicht setzt Banken unter Zwang

Der Streit um eine Europäische Bankenaufsicht EBA hat die Idee genährt, ein Stresstest läge in weiter Ferne. Doch die großen europäischen Banken sollten sich wappnen. Die EBA setzt sie nun unter Zwang.

Ob die neue Bankenaufsicht steht oder nicht - die Aufsicht zwingt die Banken zum Stresstest. dpa

Ob die neue Bankenaufsicht steht oder nicht - die Aufsicht zwingt die Banken zum Stresstest.

FrankfurtDie EU-Bankenaufsicht fordert von den Instituten im Stresstest schonungslose Offenheit über ihre Kapitalausstattung. Sie will im Oktober auch veröffentlichen, wie sich die Eigenkapitalquote der Banken nach dem erst ab 2018 geltenden EU-Standard (CRD IV/CRR I) in einem Krisenszenario entwickeln würde, wie die EBA am Mittwoch in London mitteilte. Die Berechnungsgrundlage für die Kapitalausstattung wird bis 2018 schrittweise verschärft. Die Polster dürften deshalb noch schmaler aussehen als sie es unter den Bedingungen des Stresstests ohnehin tun. Am Kapitalmarkt werden die Banken aber schon jetzt zumeist nach dieser Quote ("fully loaded") beurteilt.

Ob die Geldhäuser den von der EBA entwickelten Stresstest bestehen, richtet sich aber nach den zwischen 2013 und 2016 jeweils geltenden Übergangsvorschriften. Dabei werden einige Eigenkapitalinstrumente noch anerkannt. In einem Krisenszenario müssen die Banken dabei Ende 2016 noch ein Kapitalpolster von 5,5 Prozent vorweisen.

Insgesamt will die EBA zu jeder der gut 120 teilnehmenden Banken aus der EU bis zu 12.000 einzelne Daten veröffentlichen. Sie reichen vom Kreditengagement und den damit verbundenen Risiken, sortiert nach Laufzeiten, Risikoklassen und Ländern, bis zu den Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten.

Von

rtr

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