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06.09.2011

19:39 Uhr

Bankenverband IIF

Neue Kapitalregeln kosten Arbeitsplätze

Der Internationale Bankenverband IIF schlägt Alarm: Die neuen Kapitalregeln würden das Wirtschaftswachstum bremsen und Arbeitsplätze kosten. Aufsichtsbehörden und Experten halten die Befürchtungen jedoch für übertrieben.

Der Internationale Bankenverband IIF warnt vor den neuen Kapitalregeln. AFP

Der Internationale Bankenverband IIF warnt vor den neuen Kapitalregeln.

WashingtonDie neuen Kapitalvorschriften für Banken in aller Welt könnten nach Darstellung der Finanzbranche das Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamen und die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern. Unter anderem wegen neuer Kapitalregeln könnte die Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2015 um 3,2 Prozent niedriger sein als ohne die Vorschriften, heißt es in einer Studie des internationalen Bankenverbands IIF, der mehr als 400 der weltgrößten Finanzinstitute vertritt.

Dies würde bedeuten, dass 7,5 Millionen weniger Stellen geschaffen würden. Die Organisation konzentrierte sich in dem Bericht auf die USA, die Europäische Union, Japan, Großbritannien und die Schweiz. Die Branche wendet sich besonders gegen neue Kapitalvorschriften für große Institute, die die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer wohl im November verabschieden.

Die neuen Regeln sind eine Konsequenz aus der Finanzkrise. Mit ihnen sollen Banken künftige Notzeiten besser überstehen.

Die Branche argumentiert, dass Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer werden, wenn die Institute gezwungen sind, mehr Kapital vorzuhalten. Dies schade der Wirtschaft. So forderte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, bei neuen und bereits umgesetzten Regeln die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft zu bedenken. Aufsichtsbehörden und einige Experten halten die Befürchtungen der Branche für übertrieben.

Von

rtr

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