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18.04.2006

06:46 Uhr

Bankenvergleich

Deutsche Institute sind trotz der Sparkuren wenig effizient

VonChristian Potthoff

„Sparen, sparen, sparen“ lautete das Motto der deutschen Großbanken seit Beginn dieses Jahrhunderts. Über 50 000 Stellen fielen dem Rotstift zum Opfer. Doch trotz der Rosskur hängt die Branche bei der Effizienz international zurück.

HB FRANKFURT. Gemessen wird dies mit der Cost-Income-Ratio. Sie zeigt an, wie hoch die operativen Kosten pro Euro Ertrag sind. Je niedriger der Wert, desto effizienter ist die Bank. Ein internationaler Vergleich zeigt: Der Rückstand ist zwar geschrumpft, verschwunden ist er aber noch nicht. Die besten Banken in Europa operieren mit Quoten um die 40, bei den deutschen sind es deutlich über 60 (s. „Kosten-Ertrags-Quote“).

Die meisten Experten begründen den Rückstand damit, dass es den heimischen Instituten an Einnahmen fehle. „Bei den Kosten sind die Banken in einer Linie mit Europa. Jetzt müssen die Erträge steigen“, sagt Sabine Bauer, Bankenanalystin der Ratingagentur Fitch. Das sehen die Bankchefs ähnlich und bemühen sich händeringend um neue Kunden. Die Dresdner Bank setzt dabei vor allem auf die Allianz-Vertreter, die Commerzbank probiert innovative Filialkonzepte und neue Produkte für den Mittelstand aus. Doch das Geschäft ist mühselig. So brummt die Konjunktur trotz einer leichten Belebung noch längst nicht auf Hochtouren. Gleichzeitig werben ausländische Rivalen von der ING Diba im klassischen Privatkundengeschäft bis zur UBS im gehobenen Private Banking den deutschen Instituten die Kunden ab.

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