Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2013

15:14 Uhr

Bankenwarnung

Ohne Kontoumstellung droht die Pleite

Ab Februar müssen Bankkunden in Europa die neuen internationale Kontennummern (IBAN) verwenden. Firmen, die sich nicht darauf einstellen, können illiquide werden, warnt eine deutsche Großbank.

Sepa-Checkliste

Vorbereitungen für die Umstellung

Das Forschungsinstitut Ibi veröffentlicht auf der Internetseite www.sepa-wissen.de eine Checkliste zur Sepa-Einführung. Folgendes sollte nach Ansicht der Forscher erledigt werden.

Sepa-Verantwortlicher

Unternehmen sollten einen Sepa-Verantwortlichen als Ansprechpartner für alle Fragen benennen.

Auslandskonten

Sind die bestehenden Konten bei ausländischen Banken auf längere Sicht noch notwendig? Unternehmen sollten prüfen, ob die Konten nach der Sepa-Umstellung noch gebraucht werden.

Meldepflicht

Trotz Sepa gibt es gemäß der Außenwirtschaftsverordnung weiterhin eine Meldepflicht für grenzüberschreitende ein- und ausgehende Zahlungen.

IT-Systeme prüfen

Unternehmen sollten prüfen, ob ihre IT-Systeme die neuen XML-Formate verarbeiten können, die etwa bei der elektronischen Rechnungsabwicklung gebraucht werden.

Tests

Mit dem Zahlungsdienstleister sollten umfangreiche technische Tests durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass bei den Lastschriften alles glatt läuft.

Unterstützung

Wie können der Software-Lieferant oder die Bank die Sepa-Einführung unterstützen? Das sollten Unternehmen in Erfahrung bringen.

Datenvolumen

Die neuen Sepa-Formate erzeugen deutlich mehr Daten, darauf müssen die IT-Systeme vorbereitet werden.

Verwendungszweck

Der Verwendungszweck hat nur noch 140 statt 378 Stellen. Zudem dürfen mindestens bis zum 4. November 2013 keine Umlaute verwendet werden.

DüsseldorfDie Hypo-Vereinsbank warnt vor Firmenpleiten in Deutschland. Grund ist die schleppende Vorbereitung auf die neuen internationalen Kontonummern. Unternehmen, die nicht rechtzeitig umstellten, dürften von Februar 2014 an kein Geld mehr von ihren Kunden einziehen, sagt Philipp Reimnitz, Bereichsvorstand Multinationale Unternehmen der Hypo-Vereinsbank. „Je nach Geschäftsmodell besteht also die Gefahr, dass solche Unternehmen schnell illiquide oder gar insolvent werden.“

Vom ersten Februar an müssen alle Bankkunden in Europa die neuen internationalen Kontonummern (IBAN) verwenden, die sich unter anderem aus der bisherigen Kontonummer und der Bankleitzahl zusammensetzt. Bei der Umstellung auf die neuen EU-Regeln für Zahlungsüberweisungen (Sepa) hinkt Deutschland im internationalen Vergleich aber hinterher. Die Deutsche Bundesbank hatte Anfang Juni vorgerechnet, dass im ersten Quartal 2013 gerade einmal 8,7 Prozent aller Überweisungen in Deutschland im Sepa-Format abgewickelt worden seien.

Die Bafin warnt: IBAN, die Schreckliche (Fortsetzung)

Die Bafin warnt

IBAN, die Schreckliche (Fortsetzung)

Die Aufsichtsbehörden malen den Teufel an die Wand: Von Februar an drohen massenhaft Firmenpleiten in Deutschland, weil die Unternehmen zu langsam auf das neue Zahlungsverfahren bei Bankgeschäften umstellen.

In den kommenden Monaten gibt es daher für die Firmen noch viel zu tun. „Das ist gigantisch, was da für eine Welle vor uns steht“, sagte Gerhard Bystricky, der bei der Hypo-Vereinsbank für die Umstellung verantwortlich ist. Aus seiner Sicht ist die Neuregelung fast mit der Umstellung von D-Mark auf Euro vergleichbar. „Aber das Problembewusstsein war bei der Euro-Umstellung deutlich stärker.“

Für Privatkunden gibt es zunächst keinen Handlungsbedarf. „ Daueraufträge oder Dauerlastschriften werden wir für Privatkunden, wann immer es möglich ist, automatisch umrechnen und auf Sepa umstellen“, sagt eine Sprecherin der Hypo-Vereinsbank.

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

beat126

17.07.2013, 16:33 Uhr

Für Schweizer Unternehmer sei hier erwähnt, dass nach Abklärung mit Schweizer Grossbanken SEPA kein Thema sei und weiterhin IBAN der Standard bleibe.

Bankangestellte1

17.07.2013, 16:48 Uhr

SEPA - Überweisungszugriff dient nur allein dem Verfassungswidrigen ESM- Vertrag: so könnte jeder oder jedes Pleiteland von Deinem Konto einfach abbuchen, denn kaum eine Bank prüft, ob der Lastschrifteinziehende eine Vollmacht von Dir hat.

Zudem könnte die Lastschrift HÖHER oder SCHNELLER als -! vereinbart !- abgebucht werden.

Außerm muss Du dafür natürlich Sorge tragen, dass Dein Konto auch ein entsprechendes Guthaben aufweist, sonst wird der Lastschrift Ziehende DICH mit den Kosten belasten,, die wegen einer Rückgabe mangels Deckung entstehen.

Also Kohle von dir bekommt er auf jeden fall !

Eine Lastschrift kann / könnte man aber natürlich bis sechs Wochen nach Belastung zurückbuchen lassen. Hierbei I M M E R auf eine schriftliche Bestätigung Deiner Bank bestehen (Beweis für Rechtsstreitigkeiten)!

Aber, Das Recht der Lastschriftrückgabe soll bei SEPA-LAstschriften (EU) zu Lasten des Kontoinhaber ziemlich weit EINGESCHRÄNKT werden !

Denn welches Pleiteland gibt schon gerne sein/dein Geld wieder her, da es doch von der EU abgesegnet worden ist , zur Bankenrettung bzw. dem ESM/ Fiskalpackt.

So,alles kapiert? Dann unterschreibt nun mal schnell eure eigene Kontoenteignung und gibt diese brav eurem Bankangestellten eures Vertrauens ab!

wie sprach Frau Merkel wieder so schön: Wir müssen alle miteinander noch besser werden, aber dazu brauchen wir die Gemeinsamkeit Europas.

fwolf

17.07.2013, 18:01 Uhr

Wie wäre es damit, solch wilde Behauptungen zu Belegen? Der ganze Mist landet nämlich sofort in Suchmaschinen — und nachher glaubt das noch jemand...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×