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05.09.2012

15:03 Uhr

Banker

Weniger Geld für ein besseres Image

Mehrere Top-Banker in Deutschland haben sich für einen Mentalitätswandel in der Bankenbranche ausgesprochen. Mit niedrigeren Gehältern soll das Image verbessert und eine schärfere Regulierung umgangen werden.

Banken leiden unter einem enormen Imageverlust. dapd

Banken leiden unter einem enormen Imageverlust.

FrankfurtDer angekündigte Kulturwandel in großen Geldhäusern soll sich nach den Vorstellungen mehrerer Top-Banker in den Geldbeuteln aller Mitarbeiter niederschlagen. „Es wäre angemessen, das übertrieben hohe Gehaltsniveau wieder dem der Industrie anzunähern“, forderte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Mittwoch auf einer Konferenz in Frankfurt. Die Institute wollen damit auch das schlechte Image der Branche verbessern.

„Es geht so weit, dass eine ganze Generation von Bankern unter Generalverdacht steht“, sagte der Chef der HypoVereinsbank, Theodor Weimer. Blessing hofft, dass mit niedrigeren Verdiensten auch die Forderungen nach einer schärferen Regulierung der Branche abebben werden.

Die Deutsche Bank hatte kürzlich als eines der ersten Geldhäuser einen Mentalitätswandel propagiert, mit dem die Banken sich wieder auf ihre Funktion als Dienstleister von Privatkunden und Industrie besinnen sollen. Millionenboni und der teure Wettlauf um Investmentbanker sollen der Vergangenheit angehören. Blessing sieht die Institute dabei freilich in einem Dilemma: „Wer sich beim Thema Vergütung zuerst bewegt und zu stark bewegt, wird verlieren - und zwar die talentiertesten Mitarbeiter.“

Blessing selbst stand in den vergangenen Jahren am unteren Ende der Gehaltsskala unter den größten börsennotierten Banken in Deutschland, weil Commerzbank-Vorstandsmitglieder wegen der Milliardenhilfen des Staates nur 500.000 Euro verdienen durften. Auch sein erwartetes Millionengehalt in diesem Jahr ist in der Branche unterdurchschnittlich. Der neue Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain hatte 2011 9,8 Millionen Euro erhalten, einige Investmentbanker des Branchenprimus verdienen noch mehr.

Auch das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank und die staatliche Förderbank KfW wollen gegensteuern. „Die Gehälter müssen und werden herunterkommen“, sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch der Nachrichtenagentur Reuters. „Das gilt nicht nur für Spitzen-Jobs, sondern auf breiter Front.“ Die Durchschnittsgehälter müssten sinken, vor allem die außertariflichen Zulagen sind ihm ein Dorn im Auge.

Kommentare (2)

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Moses

05.09.2012, 17:40 Uhr

...wers glaub, bitteschön.

Koscho

10.09.2012, 21:22 Uhr

Was ist denn das wieder für eine Inszenierung? Ob die ein paar Milliönchen mehr oder weniger bekommen - wie naiv sind die eigentlich und für wie blöööööd halten die uns. Wir haben momentan andere Probleme, die die uns eingebrockt haben und mit denen die wahrscheinlich keine haben. Die haben ein Gewissen? Die, die, die ----

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