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29.03.2012

21:21 Uhr

Bankgewerbe

Zweite Tarifrunde ohne Einigung

In der zweiten Verhandlungsrunde haben sich Bankarbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi auf Anfang Mai vertagt. Von einer Tarifeinigung sei man noch weit entfernt. Die Arbeitnehmer fordern sechs Prozent mehr Lohn.

Die Türme der Bankenskyline von Frankfurt am Main. dpa

Die Türme der Bankenskyline von Frankfurt am Main.

Frankfurt/BerlinDie zweite Runde der Tarifverhandlungen für Deutschlands private und öffentliche Banken ist am Donnerstag ohne Ergebnis geblieben. Die beiden Seiten vertagten sich am Abend auf den 3. Mai in Frankfurt. Die Arbeitgeber legten in der zweiten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vor. Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die etwa 220.000 Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.

Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) und der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) teilten mit, der Weg zu einer Tarifeinigung sei noch weit, auch wenn es in einzelnen Punkten Bewegung gebe. Die Gewerkschaft Verdi erklärte dagegen, die Arbeitgeber provozierten mit ihrem Vorgehen Warnstreiks. Dass bislang kein Gehaltsangebot vorliege, sei „empörend“. Außer um Geld geht es Verdi auch um Gesundheitsschutz, die Folgen des Anlegerschutzes für Berater sowie eine Verlängerung des Vorruhestandstarifvertrages.

Die Bedenken der Gewerkschaft zum Anlegerschutz könnten sie nicht nachvollziehen, erklärten die Arbeitgeber. Bei den Gesundheitsleistungen seien keine weiteren Regelungen auf Tarifebene notwendig. In der Gehaltsfrage hatten sie auf einen „ausgesprochen engen Verteilungsspielraum, bedingt durch Staatsschuldenkrise und verschärfte Regulierung“ verwiesen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Hier.bin.ich.Gast

01.04.2012, 07:39 Uhr

Es ist schade, dass sich die Bankmanager weiterhin die Taschen voll machen und die kleinen Angestellten der Lohnentwicklung hinterherhinken.
Ebenfalls sind die Führungsetagen für den miserablen Ruf in der Branche verantwortlich, weswegen die Bankangestellten sich nicht mal trauen können für ihre Rechte auf die Straße zu gehen, wie es die Beschäftigten aus dem öffentlichen Dienst konnten.
Schlimm ist auch die Übernahmepraxis von Azubis, die grundsätzlich meist nur noch befristet übernommen werden und jedes Mal zittern müssen ob der Vertrag nach Fristablauf verlängert wird. Dies meist bis zu letzten Minute.

Bleibt zu hoffen, dass im Stillen ein ordentliches Ergebnis erzielt wird.

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