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06.04.2011

21:10 Uhr

Bankia

Spaniens Sparkasse gründet Bad Bank

Die größte spanische Sparkasse will vor ihrem Börsengang ihre Risikopapiere in eine Bad Bank auslagern. Die Sparkassen gelten als Achillesferse der spanischen Finanzindustrie.

Bankia-Präsident Rodrigo Rato (r) und sein Stellvertreter Jose Luis Olivas wollen die Risikopapiere ihrer Bank auslagern. Quelle: Reuters

Bankia-Präsident Rodrigo Rato (r) und sein Stellvertreter Jose Luis Olivas wollen die Risikopapiere ihrer Bank auslagern.

MadridSpaniens größte Sparkasse Bankia will vor dem für dieses Jahr anvisiertem Börsengang ihre Risikopapiere in einer Bad Bank auslagern. In der Banco Financiero y de Ahorros (BFA) sollten etwa risikoreiche Immobilienkredite gebündelt werden, teilte Bankia am Mittwoch mit. Gestützt werden soll die Bad Bank mit Staatshilfen - Bankia hat den staatlich gestützten Restrukturierungsfonds (FROB) um 4,5 Milliarden Euro angezapft. Das Geldhaus wollte dem ausgelagerten Institut nicht den Namen Bad Bank (Abwicklungsanstalt) geben. Der Bankia-Chairman Rodrigo Rato verwies darauf, dass die Einheit Gewinn erwirtschaften werde.

Die Regierung in Madrid hat den Sparkassen (Cajas) eine Frist gesetzt, bis zu der sie die Eigenkapitalquote durch Investitionen privater Anleger oder staatliche Hilfe erhöht haben müssen. Der Sparkassen-Sektor gilt als Achillesferse der angeschlagenen spanischen Finanzindustrie. Die Probleme des Bankensystems gehen auf eine Kreditschwemme für Baugesellschaften im Zuge eines Immobilienbooms zurück. Als die Blase platzte, gerieten auch die Geldhäuser in Schwierigkeiten. Über die schlummernden Belastungen und Risiken herrscht Unsicherheit.

Von

rtr

Kommentare (3)

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07.04.2011, 10:06 Uhr

Die ganze Geldbranche kommt mir "spanisch" vor !!!!

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07.04.2011, 10:07 Uhr

Die ganze Geldbranche kommt mir "spanisch" vor !!!

Account gelöscht!

07.04.2011, 10:29 Uhr

Die spanischen Banken sind der nächste Sargnagel der Gemeinschafts-Währung. Insider sprechen von hunderten Milliarden € notleidender Hypotheken-Kredite in den Büchern der Cajas. Folgerichtig wird Spanien als nächster Pleitegeier in den von den blöden Deutschen mitfinanzierten "Rettungstopf" greifen. Ein weiterer Sargnagel ist das starke Engagement spanischer Banken im zahlungsunfähigen Portugal. Da die spanische Wirtschaft weiterhin am Boden bleiben wird und die Arbeitslosenzahlen auf Rekordstände steigen werden, sind die Spanier die nächsten Pleitegeier. MP Gonzales wird sich rechtzeitig aus dem Staub machen und dem Nachfolger das Fiasko hinterlassen.

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