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01.02.2016

17:19 Uhr

Bankia

Spanisches Geldhaus überrascht mit Gewinnsprung

Die spanische Bankia legte überraschend kräftig zu und erwirtschaftete einen satten Überschuss. Analysten waren eigentlich von einem Gewinnrückgang ausgegangen. Dass es anders kam, hat vor allem eine Ursache.

Die spanische Bankia hat 2015 einen satten Überschuss erwirtschaftet. An der Börse zogen Bankia-Aktien zu Wochenbeginn dementsprechend um sieben Prozent an. AFP

Bankia-Zentrale in Madrid

Die spanische Bankia hat 2015 einen satten Überschuss erwirtschaftet. An der Börse zogen Bankia-Aktien zu Wochenbeginn dementsprechend um sieben Prozent an.

MadridDas verstaatlichte spanische Geldhaus Bankia hat seinen Gewinn trotz hoher Sonderlasten für Rechtsstreitigkeiten deutlich gesteigert. Der Überschuss legte 2015 um knapp 40 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zu, wie Bankia am Montag mitteilte. Analysten hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Die konjunkturelle Erholung im Land sorgte dafür, dass weniger Kredite platzten.

Die spanische Wirtschaft ist im vorigen Jahr so kräftig gewachsen wie seit 2007 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte um 3,2 Prozent und profitierte vom boomenden Tourismus, der Kauflaune der Verbraucher und anziehenden Exporten. Allein im vierten Quartal wies die Bank deswegen einen Überschuss von 185 Millionen Euro aus nach einem Verlust von 50 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

An der Börse zogen Bankia-Aktien zu Wochenbeginn um sieben Prozent an.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Das Institut ist nach der geplatzten Immobilienpreisblase zum Symbol für Spaniens Finanzkrise geworden. Kaum ein Jahr nach dem Börsengang musste die Bank vom Steuerzahler vor dem Kollaps gerettet werden. Hunderttausende Kleinaktionäre verloren dabei Geld.

In den vergangenen drei Jahren hat Bankia aber kontinuierlich Fortschritte gemacht. Die Regierung in Madrid hält noch 64 Prozent der Aktien. Bis Ende 2017 ist der Ausstieg geplant. Bei einem Aktienkurs von weniger als 1,35 Euro ist dies allerdings nur mit Verlusten möglich.

Von

rtr

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