Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2016

15:29 Uhr

Barclays

Aktionäre schauen über Gewinnrückgang hinweg

VonKatharina Slodczyk

Aktionäre haben am Freitag bei Barclays-Papieren zugegriffen – obwohl der Überschuss um ein Drittel geschrumpft ist. Denn die Quartalszahlen machen Investoren Hoffnung auf bessere Zeiten.

Barclays-Gewinn schrumpfte. Die Anleger bleiben dennoch zuversichtlich. dpa

Kostspieliger Konzernumbau

Barclays-Gewinn schrumpfte. Die Anleger bleiben dennoch zuversichtlich.

LondonSparerfolge sowie steigende Umsätze im Anleihehandel haben den Aktienkurs von Barclays einen ordentlichen Schub gegeben. Die Titel sind am Freitag zwischenzeitlich um mehr als acht Prozent gestiegen, nachdem die britische Großbank teilweise überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt hatte und damit Investoren Hoffnung auf bessere Zeiten machte.

So ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag von 69 auf 65 Prozent gefallen – und damit auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im Anleihehandel sind die Umsätze um zehn Prozent gestiegen. Damit hat sich Barclays deutlich besser geschlagen als Konkurrenten wie Credit Suisse und die Deutsche Bank, deren Anleihehandelsgeschäft schwächelte. Parallel dazu hat das britische Institut seine harte Eigenkapitalquote leicht verbessert. Sie stieg von 11,3 Prozent im ersten Quartal auf 11,6 Prozent im zweiten Quartal.

„Zusammengefasst zeigt das zweite Quartal starke und sich beschleunigende Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie“, sagte Barclays-Chef Jes Staley. „Wir bleiben zuversichtlich, dass das der richtige Plan für die Bank ist.“

Barclays: Gewinn fällt um ein Drittel

Barclays

Gewinn fällt um ein Drittel

Das britische Bankhaus Barclays hat die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Gewinn ist im ersten Quartal deutlich gefallen. Wie der neue Bankchef Jes Staley umsteuern will.

Staley ist seit Dezember vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender der britischen Bank. Er hat Barclays Einschnitte bei der Dividende, den Verkauf des Afrika-Geschäfts sowie Stellenabbau im Investmentbanking verordnet. Das Institut ist auch dabei, Bereiche, die nicht mehr als strategisch wichtig angesehen werden wie etwa die französische Privatkundensparte, bis Ende 2017 abzuwickeln oder zu verkaufen. Abschreibungen auf solche Geschäftsteile haben den Gewinn belastet. Der Nettoüberschuss ist gegenüber dem Vorjahresquartal um ein Drittel auf 803 Millionen Pfund gesunken (umgerechnet 952 Millionen Euro).

Im Kerngeschäft hat die Bank dagegen Überschüsse erwirtschaftet, die höher als erwartet ausfielen. So hat sich beispielsweise der Vorsteuergewinn der Kreditkartensparte verdreifacht.

Doch die Trendumkehr, die Staley offenbar eingeleitet hat, könnte durch das Brexit-Votum einen Dämpfer bekommen. Einige Analysten fordern daher weitere Einschnitte. Ende Juni haben die Briten mehrheitlich entschieden, dass das Land aus der Europäischen Union austreten soll. Das könnte Großbritannien in eine Rezession stürzen. Es ist zudem unklar, ob und wie britische Banken künftig Geschäfte auf dem Kontinent machen können, wenn das Land nicht mehr Teil der Staatengemeinschaft ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×