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19.02.2015

16:20 Uhr

Barclays

Britische Großbank streicht Bonustopf zusammen

War der öffentliche Aufschrei vor einem Jahr zu groß? Barclays schaltet bei der Bonusrunde offenbar einen Gang zurück. Der Topf der britischen Großbank für die Sondervergütungen soll deutlich schrumpfen.

Das britische Geldhaus Barclays präsentiert Anfang März seine Jahresbilanz. dpa

Präsentation der Jahresbilanz

Das britische Geldhaus Barclays präsentiert Anfang März seine Jahresbilanz.

London/FrankfurtNach dem öffentlichen Aufschrei vor einem Jahr will die britische Großbank Barclays bei der aktuellen Bonusrunde für Investmentbanker offenbar einen Gang zurückschalten. Der Topf für die Sondervergütungen für 2014 solle um etwa 16 Prozent auf unter zwei Milliarden Pfund schrumpfen, berichtete der TV-Sender Sky News am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider. Das wolle das Geldhaus bei der Präsentation der Jahresbilanz Anfang März bekanntgeben. Barclays wollte sich dazu nicht äußern.

Vor einem Jahr hatte die Bank Schlagzeilen gemacht, weil sie nach einem Gewinneinbruch den Abbau Tausender Stellen und zugleich höhere Prämien für ihre Investmentbanker ankündigte. Zur Begründung hieß es damals, nur so könnten die guten Leute gehalten werden. Inzwischen steht aber fest, dass das Institut seine Kapitalmarktsparte deutlich zurückfährt, weil viele Geschäfte in Zeiten strengerer Regulierung einfach zu teuer geworden sind. Die rückläufigen Boni könnten also auch an der schrumpfenden Mannschaft im einstigen Kerngeschäft liegen.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Dem Sky-Bericht zufolge reduzieren auch die britischen Rivalen Lloyds und Royal Bank of Scotland (RBS) die Bonuszahlungen für 2014. Demnach plant die RBS mit etwa 500 Millionen Pfund und Lloyds mit 375 Millionen. Die Gesamtsumme beider Institute, bei denen seit der Finanzkrise noch immer der Staat engagiert ist, läge mit 875 Millionen Pfund unter den 975 Millionen des Vorjahres. Lloyds und RBS lehnten ebenfalls eine Stellungnahme ab.

Die Deutsche Bank hat sich noch nicht zu den Bonuszahlungen für ihre Investmentbanker geäußert. Finanzkreisen zufolge steht aber bereits fest, dass außertarifliche Mitarbeiter beim Gehalt auf jeden Fall eine Nullrunde verschmerzen müssen, um ihren Teil zum Sparkurs beizutragen.

Von

rtr

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