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17.03.2014

12:13 Uhr

Barclays, Citigroup und RBS

Banken legen Boni für Devisenhändler auf Eis

Die Ermittlungen wegen möglicher Manipulationen von Devisenkursen bei Großbanken haben nun Konsequenzen für deren Händler. Bis auf weiteres werden Boni eingefroren. Betroffen sind ganze Abteilungen.

Filiale der Royal Bank of Scotland: Das Kreditinstitut hat die Prämien für einige Mitarbeiter ausgesetzt. dpa

Filiale der Royal Bank of Scotland: Das Kreditinstitut hat die Prämien für einige Mitarbeiter ausgesetzt.

LondonDie Ermittlungen wegen möglicher Manipulationen von Devisenkursen bei Großbanken haben einem Pressebericht zufolge finanzielle Folgen für deren Mitarbeiter. Barclays, Citigroup und die Royal Bank of Scotland (RBS) hätten die Boni für ihre Währungshändler eingefroren, berichtete die „Financial Times“ (Montag). Betroffen davon seien nicht nur die Mitarbeiter an den Handelstischen, auf die sich bislang die Ermittlungen von zahlreichen Finanzaufsichtsbehörden weltweit konzentrieren, sondern ganze Abteilungen.

Barclays und Citigroup wollten auf Nachfrage der Zeitung keine Stellungnahme abgeben. Die RBS äußerte sich nicht konkret zu dem Fall, erklärte aber, dass bei laufenden Ermittlungen Prämien für Mitarbeiter generell ausgesetzt würden, bis die Fakten klar seien: „Das entspricht dem normalen Vorgehen und bedeutet keine vorschnelle Beurteilung des Ergebnisses der Untersuchung.“

Weltweit größte Investmentbanken im Anleihehandel (2013)

Deutsche Bank

2013: Platz 1 / 10,0 Prozent Marktanteil
2012: Platz 1 / 10,7 Prozent Marktanteil
2011: Platz 2 / 10,8 Prozent Marktanteil
Quelle für alle Daten: Greenwich Associates

Barclays

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 2 / 9,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 1 / 10,9 Prozent Marktanteil

JP Morgan

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 3 / 8,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 3 / 9,7 Prozent Marktanteil

Citigroup

2013: Platz 4 / 8,9 Prozent Marktanteil
2012: Platz 4 / 8,1 Prozent Marktanteil
2011: Platz 4 / 8,5 Prozent Marktanteil

Behörden ermitteln seit vergangenem Jahr bei mindestens einem Dutzend Banken, ob es am Devisenmarkt ähnlich wie bei den Referenzzinssätzen Euribor und Libor zu Manipulationen gekommen ist. Händler verschiedener Institute sollen sich untereinander abgesprochen haben, um Kurse zugunsten eigener Geschäfte zu manipulieren.

Von

dpa

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