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04.02.2015

13:47 Uhr

Barclays, Credit Suisse, HSBC

S&P senkt Daumen über Europas Großbanken

Die Ratingagentur S&P hat eine ganze Reihe Großbanken in Europa abgestuft. Grund seien die neuen EU-Regeln zur Bankenabwicklung. Deutsche Institute stehen nur unter Beobachtung – noch.

Die ratingagentur S&P hat mehrer Institute aus Großbritannien und der Schweiz wie etwa Barclays abgestuft. Reuters

Gefährdete Großbanken

Die ratingagentur S&P hat mehrer Institute aus Großbritannien und der Schweiz wie etwa Barclays abgestuft.

FrankfurtDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkt den Daumen über eine Reihe systemrelevanter Großbanken in Europa. Grund sei die wegfallende staatliche Unterstützung infolge der neuen EU-Regeln zur Bankenabwicklung, teilten die Experten in der Nacht zum Mittwoch mit. Künftig sollen primär Gläubiger und Aktionäre für die Abwicklung einer Bank zahlen, ohne den Steuerzahler zu belasten. Bisher konnten Großbanken mit einer Rettung durch den Staat rechnen, wenn sie in Schieflage gerieten. Denn ihr Zusammenbruch könnte das Finanzsystem als Ganzes destabilisieren.

In Großbritannien und der Schweiz sehen die S&P-Analysten dieses Rettungsnetz jetzt eindeutig als nicht mehr gegeben. Deshalb stuften sie die Bonitätsnoten verschiedener Institute gleich um ein bis zwei Stufen herab. Betroffen sind etwa Barclays, Credit Suisse, HSBC und Royal Bank of Scotland.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

In Deutschland wiederum ist den Experten die Bewertung der Rettungsaussichten noch zu unsicher. Die Ratings von Deutscher Bank und Commerzbank stehen daher nun auf der Beobachtungsliste für eine mögliche Herabstufung. Eine Entscheidung über die künftige Einstufung soll bis zum Frühjahr fallen.

Auch andere Ratingagenturen hatten zuletzt angekündigt, sich die Banken-Bewertungen vor dem Hintergrund der neuen europäischen Abwicklungsregeln noch einmal anzuschauen. Ein schlechteres Rating verteuert in der Regel die Refinanzierung der Institute.

Von

rtr

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