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06.07.2011

22:12 Uhr

Basel III

Barnier will Sparkassen Besonderheiten lassen

Trotz strengerer Auflagen an das Eignkapital von Banken sollen für Sparkassen und Genossenschaftsbanken keine Nachteile entstehen. Das versicherte EU-Binnenmarktskommissar Michel Barnier.

Michel Barnier will sich für die Sparkassen und Genossenschaftsbanken einsetzen. Quelle: dpa

Michel Barnier will sich für die Sparkassen und Genossenschaftsbanken einsetzen.

FreiburgDie deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind mit ihrer Institutssicherung gut durch die Krise gekommen. Dieses System der gegenseitigen Hilfe will EU-Binnenmarktskommissar Michel Barnier bei den Neuregelungen zum Finanzsektor berücksichtigen und sicherte den deutschen Instituten die Beibehaltung ihrer Besonderheiten zu. „Mir ist vollkommen klar, dass es das Modell der Sparkassen gibt, die der wichtigste Partner der Unternehmen vor Ort sind“, sagte Barnier am Mittwoch vor Vertretern der Sparkassen in Freiburg.

Er werde sich persönlich dafür einsetzen, dass „auch die besonderen Anforderung der Sparkassen und Genossenschaftsbanken berücksichtigt werden“. Die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken sichern sich über die Institutssicherung jeweils gegenseitig ab. Durch die erhöhten Anforderungen an das Eigenkapital durch das als „Basel III“ bekannte striktere Regelwerk fürchteten sie eine Schwächung oder gar Abschaffung dieses Systems.

Die Eigenkapitalbestimmungen für Banken würden als Folge der Finanzkrise bis 2019 allmählich hochgefahren, nannte Barnier als angestrebten Zeitplan. „Ich möchte die Diversität der wirtschaftlichen Landschaft und des europäischen Finanzsektors bewahren“, sagte er weiter. Deswegen sei ein langsamer Übergang wichtig.

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