Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2012

22:16 Uhr

Basel III

Fed kämpft gegen Bankenlobby

VonRolf Benders, Frank Matthias Drost

Die USA halten sich an internationale Abmachungen: Die Notenbank will die internationalen Kapitalregeln Basel III in ganzer Strenge einführen. Das bedeutet dreimal so viel Kapital wie heute - die Branche ist entsetzt.

Die Wall Street, der Finanzdistrikt der USA, fürchtet sich vor Basel III. dpa

Die Wall Street, der Finanzdistrikt der USA, fürchtet sich vor Basel III.

New York, BerlinDrohender kann man die Vorstellung strengerer Kapitalanforderungen für die Banken in den USA kaum beginnen. "Die Regeln sind eine nötige, aber keine ausreichende Bedingung für ein gesundes Finanzsystem", sagt der für Regulierung zuständige US-Notenbankgouverneur Daniel Tarullo Ende vergangener Woche anlässlich der Bekanntmachung der US-Version der internationalen Basel-Regeln. In anderen Worten lautete die Botschaft des an der Wall Street derzeit wohl meistgehassten Aufsehers: "Wir sind mit euch noch nicht fertig!"

Dabei plant die Fed bereits heute nichts weniger als die deutlichste Anhebung der Vorschriften für Kapitalsicherheitspuffer in den Banken in der US-Geschichte. So müssen die US-Institute in Zukunft wohl mehr als das Dreifache an Kapital vorhalten als heute. Damit setzen die Amerikaner - wenn auch sehr verspätet - die internationalen Kapitalregeln um, die im Bankerjargon "Basel III" heißen. Das soll die Institute sicherer machen, kostet aber Profitabilität.

Ihre gesamte Lobbymacht hatte die Wall Street daher in den vergangenen Monaten gegen Fed-Banker Tarullo ins Feld geschickt, um Sonderregeln und Ausnahmen zu erwirken. Doch seit Ende vergangener Woche wissen sie, dass es weitgehend vergebens war. "Mir scheint es so, als kenne die Fed keine Gnade mit den Banken", sagte Karen Petrou, Geschäftsführerin der Washingtoner Regulierungsberatung Financial Analytics, dem Handelsblatt.

Noch allerdings geben die Banken in den USA den Kampf nicht verloren. Schließlich haben sie nun 90 Tage Zeit, Stellungnahmen abzugeben und Änderungswünsche vorzubringen. "In den kommenden Tagen werden wir alle diese Vorschläge genau studieren. Dann kann sich die Fed auf eine Flut von Eingaben einstellen", sagte ein Bankenlobbyist, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Am Ende der 90-Tage-Frist kann dann die US-Notenbank die finalen Regeln beschließen oder die Kommentarperiode ausdehnen. Die Meinungen gehen in der Branche allerdings auseinander, ob die Notenbank unter dem Druck der Eingaben die Regeln zeitgerecht zum Jahresbeginn 2013 überhaupt fertiggestellt haben wird. "Ich würde mich nicht wundern, wenn sich alles noch verzögert", meinte der Lobbyist. Beraterin Petrou allerdings hält dagegen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Notenbanker und die Regierung in den USA die internationale Blamage einer verzögerten Einführung in diesen Krisenzeiten riskieren wollen."

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

hansblick

11.06.2012, 15:21 Uhr

erm...was?..

the FED ist einen privaten 'geschäfft'...und die grossten banken der welt sind die 'besitzer'..citibank...JPMorgan...goldman sachs....alle..und die soll entsetz sein wegen pläne FED?

klaro...

Stimpy

12.06.2012, 07:45 Uhr

Das ist nur eine Show, genauso wie hier.. die Show für den Bürger. Marco99 hat alles richtig wiedergegeben, aber man sollte es genauer bezeichnen: Es sind nicht die Juden, es sind Zionisten, man sagt auch Faschisten und die normalen Juden lehnen diese Leute ab. JFK wollte die FED damals abschaffen und hatte eine staatliche Notenbank gegründet, danach hatte er noch ein paar Wochen..den Rest kennt man ja.

Stimpy

12.06.2012, 07:47 Uhr

Das ist nur eine Show, genauso wie hier.. die Show für den Bürger. Marco99 hat alles richtig wiedergegeben, aber man sollte es genauer bezeichnen: Es sind nicht die Juden, es sind Zionisten, man sagt auch Faschisten und die normalen Juden lehnen diese Leute ab. JFK wollte die FED damals abschaffen und hatte eine staatliche Notenbank gegründet, danach hatte er noch ein paar Wochen..den Rest kennt man ja.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×