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06.03.2011

17:17 Uhr

Basel III

NordLB kommt ohne frisches Kapital aus

VonFrank Matthias Drost

Exklusiv Die NordLB wird es aus eigner Kraft und ohne frisches Kapital schaffen, die neuen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III zu erfüllen. Es zeichnet sich ab, unter welchen Bedingungen sich die Eigentümer einigen könnten.

NordLB-Zentrale in Hannover. Quelle: pressefoto

NordLB-Zentrale in Hannover.

Düsseldorf

Das sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) in einem Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Möllring ist in Personalunion Aufsichtsratschef der Landesbank. Derzeit verhandeln die Träger der Bank darüber, wie die stille Einlage des Landes in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in Kernkapital umgewandelt werden könnte, ohne die paritätischen Anteilsverhältnisse zu verändern.

Aufgrund der bewährten Zusammenarbeit will Möllring daran nämlich festhalten. Die anvisierte Kernkapitalquote nach den neuen Bedingungen liegt für die NordLB bei sieben Prozent. Die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Sparkassen Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts halten jeweils die Hälfte der Anteile. Da die Sparkassen kein neues Kapital mobilisieren wollen, schlägt Möllring die Umwandlung der stillen Einlage in stimmrechtsloses Vorzugskapital vor. "Wenn wir auf Stimmrechte verzichten, müsste sich das in einer höheren Verzinsung widerspiegeln, fordert der Aufsichtsratschef. Nur dann könne er sich eine Mehrheit im Landtag für diesen Schritt vorstellen. Die Eigentümer stehen kurz vor einer Einigung. Parallel hat die Landesbank durch den Verkauf von Beteiligungen bereits Risikoaktiva abgebaut und damit Eigenkapital freigesetzt. Einschließlich des geplanten Verkaufs an der Dekabank dürfte es sich um ein Volumen von 800 bis 900 Millionen Euro handeln.

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