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27.08.2013

18:32 Uhr

Baseler Ausschuss

Banken werden Kapitalvorgaben wohl erreichen

Die weltgrößten Finanzinstitute können die verschärften Kapitalauflagen wohl erfüllen. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht ist sicher, dass die Geldhäuser die Zielmarken für Eigenkapital und Liquidität erreichen.

Die Bankenaufsicht ist sich sicher, dass die Geldhäuser die unter dem Schlagwort Basel III zusammengefassten Zielmarken für Eigenkapital und Liquidität weit vor der Frist Ende 2018 erreichen. dpa

Die Bankenaufsicht ist sich sicher, dass die Geldhäuser die unter dem Schlagwort Basel III zusammengefassten Zielmarken für Eigenkapital und Liquidität weit vor der Frist Ende 2018 erreichen.

LondonDie weltgrößten Finanzinstitute sind nach Einschätzung der internationalen Bankenaufseher auf gutem Weg, die verschärften Kapitalauflagen zu erfüllen. Es sei wahrscheinlich, dass die Geldhäuser die unter dem Schlagwort Basel III zusammengefassten Zielmarken für Eigenkapital und Liquidität weit vor der Frist Ende 2018 erreichen, stellte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am Dienstag in einem Bericht für das G20-Treffen Anfang September in Russland fest.

„Es gibt positive Entwicklungen, die uns dabei helfen werden, ein belastbares Bankensystem zu schaffen und das öffentliche Vertrauen in die Regulierung zu verbessern“, erklärte der Vorsitzende des Baseler Ausschusses, Stefan Ingves. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 sei der durchschnittliche Eigenkapitalpuffer auf risikoreiche Vermögenswerte auf 9,0 Prozent von 8,5 Prozent gestiegen. Nur die Türkei und Indonesien müssten die Basel-III-Regeln noch verbindlich einführen.

So ist die Bankenaufsicht organisiert

Nationale Behörden

Bei der Kontrolle der Banken in Europa sind derzeit in erster Linie die nationalen Behörden entscheidend.

EBA

Seit Anfang 2011 gibt es auf europäischer Ebene zwar die EBA (European Banking Authority) in London. Die Behörde hat allerdings kaum Durchgriffs- und Weisungsrechte.

Bafin und Bundesbank

In Deutschland sind die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Deutsche Bundesbank für die Überwachung verantwortlich. Die Notenbank ist für die operative Aufsicht zuständig, die Bafin übernimmt die Verantwortung für die hoheitlichen Maßnahmen.

EZB

Nach einem Beschluss des Euro-Gipfels vom Juni soll es künftig eine mächtige europäische Aufsicht geben, und zwar von der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Basel-III-Regeln sind die wichtigste Konsequenz aus der Finanzkrise nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit der besseren Absicherung gegen Risiken soll verhindert werden, dass die Steuerzahler Banken erneut mit Milliarden vor der Pleite retten müssen, um nicht die gesamte Wirtschaft zu gefährden. Kleinere Banken müssen die Messlatte für ihre Kernkapitaldecke von zwei Prozent der Bilanzrisiken (RWA) bis 2019 schrittweise auf sieben Prozent hochlegen, von den ganz großen Banken werden neun Prozent verlangt.

Von

rtr

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