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26.01.2010

15:55 Uhr

Bausparkasse

Schwäbisch Hall will Marktanteile zurückholen

VonMartin-W. Buchenau

Deutschlands größte Bausparkasse Schwäbisch Hall will in diesem Jahr trotz schwieriger Aussichten rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Und das obwohl das Bauspar-Neugeschäft des Branchenprimus im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel schrumpfte.

"Bausparfüchse" mit dem Logo der Bausparkasse Schwäbisch Hall: Das Neugeschäft des Branchenprimus brach im vergangenen Jahr ein. Quelle: dpa

"Bausparfüchse" mit dem Logo der Bausparkasse Schwäbisch Hall: Das Neugeschäft des Branchenprimus brach im vergangenen Jahr ein.

STUTTGART. Die größte deutsche Bausparkasse Schwäbisch Hall will nach einem empfindlichen Dämpfer durch die Finanzkrise in diesem Jahr wieder zulegen und Marktanteile zurückerobern. „Dieser kleine Dämpfer macht uns nicht nervös. Wir werden in diesem Jahr stärker wachsen als der Markt“, sagte Vorstandschef Matthias Metz. Wie genau das gelingen soll, ließ er offen. Das Rekordjahr 2008 und das schwache Jahr 2009 hätten sich egalisiert. Der Vertrieb sei gut auf das laufende Jahr vorbereitet und werde mit 200 zusätzlichen Stellen angreifen. Der Bedarf an Wohnraum steige besonders in Ballungsräumen durch mehr Single-Haushalte. Impulse erhofft sich Metz vor allem aber aus dem Geschäft mit Wohn-Riester-Policen.

Wie bei einigen anderen Bausparkassen brach auch bei Schwäbisch Hall 2009 Neugeschäft ein. Am Ende lag das Minus bei 21 Prozent auf 25,2 Mrd. Euro. Viele Kunden hätten wegen Änderungen bei der Wohnungsbauprämie bereits 2008 einen neuen Bausparvertrag abgeschlossen. Schwäbisch Hall büßte damit nach eigenen Angaben in Deutschland zwei Prozentpunkte an Marktanteil ein und kam nur noch auf 28 Prozent. Der Branchenzweite Wüstenrot & Württembergische hingegen brachte es dank seines knapp sechsprozentigen Zuwachses im Bauspar-Neugeschäft auf 8,4 Mrd. Euro etwas Boden gut und kam auf rund 11,5 Prozent.

Das Betriebsergebnis von Schwäbisch Hall schrumpfte 2009 um zwölf Prozent auf 333 Mio. Euro. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern blieb mit 13,6 Prozent aber konstant.

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