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30.01.2010

18:34 Uhr

BayernLB

Auch Haider auf der Liste der Verdächtigen

Die Affäre um Milliardenverluste bei der BayernLB zieht immer weitere Kreise. Jetzt ermitteln Münchener Staatsanwälte auch, ob sich der frühere, mittlerweile verstorbene Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider beim Verkauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria an die Landesbank hat bestechen lassen.

Beim Kauf der Hypo Alpe-Adria Bank durch die BayernLB soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Quelle: dpa

Beim Kauf der Hypo Alpe-Adria Bank durch die BayernLB soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Entsprechenden Vorwürfen gehen die Strafverfolger nach, sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger am Samstag und bestätigte damit Informationen der "Süddeutschen Zeitung". "Es besteht der Verdacht, dass Herr Haider seine Zustimmung zu dem Geschäft von Sponsorengeldern für ein österreichisches Fußballprojekt abhängig gemacht hat", sagte Stockinger. Zu diesem Zweck seien vermutlich zwei Millionen Euro geflossen.

Weitere Details wollte Stockinger mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen. Die Zeitung berichtete, Haider habe damals nach einem geeigneten Fußballklub für ein neues Stadion in Klagenfurt gesucht. Mit Hilfe des Geldes habe der Landeshauptmann den oberösterreichischen Erstliga-Verein SV Superfund Pasching zum Umzug nach Klagenfurt bewegen können, wo sich der Klub in SK Austria Kärnten umbenannt habe. Haider war im Herbst 2008 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Auf den Fall seien die Ermittler im Rahmen der Ermittlungen gegen die BayernLB gestoßen, sagte Stockinger. Die Staatsanwaltschaft prüft seit längerem, ob der längjährige BayernLB-Chef Werner Schmidt beim Kauf der Hypo Alpe Adria zu viel Geld auf den Tisch gelegt und der Bayern LB damit geschadet hat. Im BayernLB-Verwaltungsrat saßen damals zahlreiche führende CSU-Politiker, unter anderem Ex-Parteichef Erwin Huber.

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