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20.11.2013

13:43 Uhr

BayernLB betroffen

Ungarn verdonnert Banken zu Kartellstrafe

Ungarn verdonnert elf Finanzinstitute zu einer Kartellstrafe. Der Grund: Die Banken sollen sich bei einem Umtausch von Fremdwährungskrediten abgesprochen haben. Betroffen davon ist auch die BayernLB.

Das Logo der Bayerischen Landesbank. Neben ihr sind noch weitere Banken von der Kartellstrafen betroffen. dpa

Das Logo der Bayerischen Landesbank. Neben ihr sind noch weitere Banken von der Kartellstrafen betroffen.

BudapestUngarn geht erneut auf Konfrontation zu den dort tätigen Banken. Die Wettbewerbsbehörde habe elf Finanzinstitute zu einer Kartellstrafe von insgesamt 9,5 Milliarden Forint - umgerechnet gut 30 Millionen Euro - verdonnert, teilte diese am Mittwoch mit. Die Geldhäuser sollen sich bei dem vor zwei Jahren vom Staat verordneten Umtausch von Fremdwährungskrediten abgesprochen haben.

Die höchste Strafe bekommt mit 3,9 Milliarden Forint die ungarische Bank OTP. Betroffen sind aber auch die BayernLB, die österreichischen Banken Erste Group und Raiffeisen International sowie die italienischen Institute UniCredit und Intesa Sanpaolo. Die Banken wollten sich zunächst nicht dazu äußern.

Die BayernLB im Überblick

Bank in Staatshand

Die BayernLB hat turbulente Jahre hinter sich - und war zeitweise fast komplett in Staatshand. Noch immer ist der Freistaat Bayern der Haupteigentümer. Das Land hält 75 Prozent an der BayernLB Holding AG. Die bayerischen Sparkassen sind mit 25 Prozent beteiligt.


Geteiltes Haus

In der Organisation ist die Bank zweigeteilt. Im Kerngeschäft kümmert sie sich etwa um mittelständische Firmen, über die Direktbank-Tochter DKB auch um Privatkunden.

Abgespaltene Töchter

Nicht mehr zum Kerngeschäft gehört unter anderem die angeschlagene ungarische Tochter MKB, die die Bank bis 2015 auf Druck der EU verkaufen muss und die zum Verkauf stehende luxemburgische Tochterbank LBLux.

Vor rund zwei Jahren hatte Ungarn die dort tätigen Banken gezwungen, auf Euro und Franken lautende Kredite in Forint umzuwandeln - zu deutlich unter dem Marktpreis liegenden Wechselkursen. Vor der Finanzkrise hatten viele Ungarn solche Fremdwährungskredite aufgenommen und konnten sie dann wegen des Wertverfalls der ungarischen Landeswährung nicht mehr zurückbezahlen. Auf den Verlusten blieben die Banken sitzen.

Von

rtr

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