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03.01.2011

12:40 Uhr

BayernLB

Staatsanwaltschaft prüft rätselhafte Millionen

Die BayernLB muss erneut unangenehme Fragen beantworten. Diesmal geht es um den Ex-Vorstand der Landesbank, Gerhard Gribkowsky. Dessen Vermögen wird nun von der Staatsanwaltschaft München untersucht. 50 Millionen Dollar sind dort aufgetaucht - und offenbar ist unklar, wo die herkommen.

Gerhard Gribkowsky: Der frühere Risikomanager der BayernLB muss die Herknuft von 50 Millionen erklären. dpa

Gerhard Gribkowsky: Der frühere Risikomanager der BayernLB muss die Herknuft von 50 Millionen erklären.

HB MÜNCHEN. Die Staatsanwaltschaft München nimmt das Vermögen des früheren BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky unter die Lupe. Die Behörde habe Vorermittlungen aufgenommen, um einen Geldstrom von 50 Millionen Dollar an eine Stiftung des früheren Risikovorstands zu überprüfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Sie bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Demnach soll der frühere Risiko-Vorstand der Landesbank in seiner Amtszeit das Geld aus Mauritius und der Karibik erhalten und in einer österreichischen Privatstiftung angelegt haben. "Wir schauen, woher das Vermögen kommt und ob im Zusammenhang damit Straftaten geschehen sind", sagte die Sprecherin.

Das bayerische Finanzministerium verlangte von der Landesbank umgehend eigene Ermittlungen, um die Herkunft des Vermögens zu ergründen. Die Informationen der Zeitung seien im Ministerium bisher nicht bekanntgewesen, heißt es in einer Stellungnahme des Hauses.

"Die Bayerische Landesbank wurde umgehend aufgefordert, eigene Ermittlungen anzustellen." Die Bank solle vor allem untersuchen, ob sich daraus weitere Schadensersatzansprüche gegen Gribkowsky ergeben könnten, heißt es in der Mitteilung weiter. Die BayernLB wollte sich nicht zu dem Bericht äußern, man werde den Angaben aber nachgehen, hieß es.

Laut "SZ" untersuchen die Ermittler, ob das Geld aus kriminellen Geschäften stammt, die mit der Formel 1 zu tun haben. Gribkowsky war von 2002 bis 2008 als Vorstandsmitglied für die Risikosteuerung und Vermeidung von Kreditausfällen zuständig. 2007 habe Gribkowsky ohne Wissen der BayernLB in Salzburg die "Sonnenschein Privatstiftung" gegründet und in einer Tochterfirma der Stiftung das Vermögen angelegt, das ihm zuvor aus Mauritius im Indischen Ozean und den Jungfraueninseln zugeflossen sei, hieß es in dem Bericht. Von den 50 Millionen Dollar seien nach Steuern in Österreich knapp 25 Millionen Euro übriggeblieben.

Gribkowsky selbst hatte sich in der vergangenen Woche an die Staatsanwaltschaft gewandt und diese über die Stiftung informiert, wie die Behörde bestätigte. Der Zeitung sagte der Ex-Vorstand dem Bericht zufolge zunächst, es handele sich um Familien-Vermögen. Anschließend habe er dazu keine weiteren Auskünfte mehr gegeben, berichtete die "SZ".

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