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12.04.2013

16:54 Uhr

BayernLB-Tochter

München will GBW-Verkauf anfechten

Der Verkauf der BayernLB-Wohnungstochter GBW ist noch nicht durch. Die Stadt München will den milliardenschweren Verkauf anfechten. Bürgermeister Christian Ude sieht eine unrechtmäßige Beihilfe für den Käufer „Patrizia“.

Der Verkauf der BayernLB-Tochter GBW sorgt für Ärger dpa

Der Verkauf der BayernLB-Tochter GBW sorgt für Ärger

FrankfurtDie Stadt München geht gegen den milliardenschweren Verkauf der BayernLB -Wohnungstochter GBW an die Immobiliengesellschaft Patrizia vor. Oberbürgermeister Christian Ude legte am Freitag in einem Brief an EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia Beschwerde gegen das Geschäft ein. Der SPD-Politiker ist der Ansicht, dass die bayerische Landesregierung Patrizia beim Kauf bevorzugt hat. Er forderte Almunia deshalb auf, den Vollzug der Rekordübernahme am deutschen Wohnungsmarkt zu verhindern. Vier Tage nach der Verkündung erreicht der politische Streit über das 2,5 Milliarden Euro schwere Geschäft damit einen neuen Höhepunkt.

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat nach dem Verkauf der GBW erklärt, dass sich die Bayerische Landesstiftung mit 50 Millionen Euro an dem Bieterkonsortium um Patrizia beteiligen könnte. Ude sieht darin eine unrechtmäßige Beihilfe für Patrizia. Er verweist darauf, dass es die bayerische Landesregierung abgelehnt hatte, sich am Konsortium um die Kommunen München und Nürnberg zu beteiligen, das im Bieterprozess um die GBW den Kürzeren gezogen hatte. Der Zuschlag für Patrizia stehe somit nicht in Einklang mit EU-Recht, argumentiert Ude, der auch SPD-Spitzenkandidat bei der bayerischen Landtagswahl im September ist.

Die grünsten Banken der Welt

Einleitung

Zum dritten Mal kürt Bloomberg News die 40 umweltfreundlichsten Banken. In die Bewertung fließen zwei Punkte ein: Engagement bei Projekten aus dem Bereich sauberer Energien sowie Verbesserungen beim Stromverbrauch und der CO2-Bilanz bei den Banken selbst.

Platz 8

Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial erreicht den achten Platz unter den 40 grünsten Banken.

Platz 7

Die Deutsche Bank rückt auf den siebten Platz der umweltfreundlichsten Banken vor, etwa weil sie ein Solarunternehmen bei einer Übernahme beriet.

Platz 6

Auf Rang sechs der grünsten Banken liegt Goldman Sachs.

Platz 5

Die Schweizer Credit Suisse rückt auf Rang fünf der umweltfreundlichsten Banken. Im Vorjahr erreichten die Schweizer nur den 21. Platz.

Platz 4

Die japanische Mitsubishi UFJ rückt dank eines größeren Engagements in Alternative Energien von Rang 6 auf Rang 4.

Platz 3

Den dritten Rang im Ranking für 2012 sichert sich die US-Bank JP Morgan.

Platz 2

Lange hielt sich die Banco Santander an der Spitze des Rankings. Doch dann wurden die Spanier auf den zweiten Rang verdrängt.

Platz 1

Die umweltfreundlichste Bank ist die US-amerikanische Citigroup. Das Institut unterstützte etwa den Bau des kalifornischen Windenergieparks Solano Wind.

Söder wies die Vorwürfe zurück. „Die rechtliche Argumentation ist eine Luftnummer.“ Die Entscheidung, ob sich die Landesstiftung am Patrizia-Konsortium beteiligen wolle, liege alleine beim Stiftungsrat. „Patrizia hat einen beurkundeten Kaufvertrag, der nicht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der EU steht“, betonte ein Sprecher des Augsburger Unternehmens. Falls die Landesstiftung sich an dem Konsortium beteiligen wolle, müsse sie sich an den Investmentvertrag halten, der auch für alle anderen Investoren gelte - dazu zählen vor allem Versicherer und Pensionskassen.

Größte deutsche Direktbanken nach Kundenzahl

Platz 10

Norisbank

500.000 Kunden (12/2014)

Platz 9

DAB Bank

582.000 Kunden (12/2014)

Platz 8

Advanzia Bank

660.000 Kunden (10/2015)

Platz 7

BMW Bank

770.000 Kunden (Ende 2012)

Platz 6

Consorsbank

843.000 Kunden (09/2015)

Platz 5

Mercedes-Benz Bank

1,112 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 4

Volkswagen Bank

1,184 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 3

Comdirect Bank

1,957 Millionen Kunden (08/2015)

Platz 2

DKB, Deutsche Kreditbank AG

3,16 Millionen Kunden (09/2015)

Platz 1

ING-Diba

7,975 Millionen Kunden (12/2015)

Quelle

modern-banking.de, Stand: Ende 2015

Die BayernLB will sich in die Diskussionen nicht einmischen. Das sei eine „Angelegenheit zwischen der Landesstiftung und dem Erwerber Patrizia“, erklärte die Münchner Landesbank. Eine mögliche Beteiligung der Stiftung am Patrizia-Konsortium sei der BayernLB bei ihrer Entscheidung für Patrizia nicht bekannt gewesen und habe keine Rolle bei der Bewertung der Angebote gespielt. Die BayernLB musste die GBW auf Druck der EU-Kommission verkaufen, die dem Institut nach der staatlichen Rettung 2008 eine Schrumpfkur verordnet hat.

Von

rtr

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