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07.09.2011

21:12 Uhr

BdB-Präsident

"Rückkehr zur D-Mark wäre Selbstmord"

VonRobert Landgraf

ExklusivDer Präsident des Bundesverbands deutscher Banken hält es für ausgeschlossen, dass Deutschland aus dem Euro aussteigt. Die Rückkehr zur D-Mark wäre ein "Selbstmord aus Angst vor dem Tod".

Andreas Schmitz bezeichnet eine Rückkehr zur D-Mark als "Selbstmord aus Angst vor dem Tod". dpa

Andreas Schmitz bezeichnet eine Rückkehr zur D-Mark als "Selbstmord aus Angst vor dem Tod".

Die Rückkehr zur D-Mark wäre „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“, sagte der Präsident des Bundesverband deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, dem Handelsblatt. Die Aufwertung, die dann zu erwarten sei, würde das Exportland Deutschland empfindlichst treffen, so Schmitz im Interview. „Unsere Waren würden wegen der nötigen Preiserhöhungen unattraktiv.“ Es sei nicht denkbar, dass Deutschland aus dem Euro aussteigt.

„Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die Währungsunion – wenn sie denn scheitert – nicht am schwächsten Mitglied, an Griechenland, scheitern wird. Da schon eher an Ländern wie Deutschland und Frankreich“, so der Verbandspräsident. Gerade die Starken müssten daher Solidarität mit den Schwachen zeigen. Hierzu seien Euro-Bonds allerdings momentan nicht das richtige Mittel. „Denn da bedienen sich andere Staaten der soliden deutschen Kreditwürdigkeit. Fehlverhalten muss aber Konsequenzen haben.“, sagte Schmitz. „Mit Euro-Bonds geben wir die Zukunft Deutschlands aus der Hand.“

Benötigt werde dagegen eine europäische Finanzpolitik mit starken Sanktionsmechanismen. Der erste Schritt könne eine Vereinbarung eines langfristigen Konsolidierungsprogramms sein.

Kommentare (8)

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husky1501

07.09.2011, 21:30 Uhr

Was redet dieser Schwachmat. Die Gewinne der Exportunternehmen würden schrumpfen. Na und? Dafür hätte die breite Masse durch eine aufgewertete DM wesentlich mehr Kaufkraft, das würde die Konjunktur der Staaten beflügeln, die zur Zeit unter den Schuldenlasten ächzen. Allen ginge es wieder besser. Beerdigt endlich den Euro, den Garanten für künftige kriegerische Auseinandersetzungen. Je schneller desto besser.

Joe_Doe

07.09.2011, 21:35 Uhr

1. Lieber ein Selbstmord in Würde als ein Leben in ewiger erniedrigender Knechtschaft und Fronsklaverei!
2. Eine Drosselung der Exporte und Stärkung der Binnenkraufkraft wäre absolut sinnvoll und würde helfen, die starken Ungleichgewichte in den Handels- bzw. Leistungsbilanzen unter Kontrolle zu bringen.
Wollen wir uns zu Tode exportieren, Herr Schmitz? Die Exporte muss doch letztlich der deutsche Steuerzahler selbst finanzieren.
3. Zu D-Mark-Zeiten war Deutschland Exportweltmeister. Eine Aufwertung könnte Deutschland locker verkraften, da sie importierte Vorprodukte verbilligt.
4. Eine starke Währung nutzt unserer Bevölkerung, da sie alle Importprodukte erschwinglicher macht! Der deutschen Bevölkerung, Herr Schmitz.
5. Abschließend schreiben Sie etwas zu nötigen harten Vereinbarungen und Sanktionsmechanismen... Geschenkt, da glauben Sie doch selbst nicht dran oder?

Fortunio

07.09.2011, 21:37 Uhr

Kennen wir , wissen wir, ist nichts Neues. Richtig ist der Vorschlag von Herrn Henkel in der EU zwei Währungszonen einzurichten, einen stabilitätsorientierten Nord-Euro und einen weicheren Süd-Euro, der durch Abwertung den daran beteiligten Ländern Wettbewerbsvorteile verschafft und dadurch die Exportlastigkeit Deutschlands auf ein vernünftiges und für alle verträgliches Maß zurückführt.
Einem starken Nord-Euro können sich auch Polen, Schweden und andere EU läder anschließen, die der Euro-Zone noch nicht angehören und davor aus verständlichen Grüden zurückschrecken.
Eine völlige Zurückkehr zu den nationalen Währungen verlangt kein vernünftiger Mensch, denn hier ist in der Tat ein großer Unsicherheitsfaktor gegeben.

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