Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2010

21:14 Uhr

Bericht

BaFin soll Banker-Boni kontrollieren

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit der Kontrolle von Bonuszahlungen an Bank- und Versicherungsmanager beauftragen. Das Finanzministerium soll zudem bestimmte Sonderermächtigungen erhalten.

Nach dem Bericht soll die BaFin künftig die Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile untersagen können. dpa

Nach dem Bericht soll die BaFin künftig die Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile untersagen können.

HB BERLIN. Dies gehe aus einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums hervor, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vorab aus ihrer Samstagausgabe. Wenn Banken die Mindestanforderungen etwa an die Höhe von Eigenmitteln und an Liquidität nicht erfüllten oder dieser Fall einzutreten drohe, soll die BaFin demnach die Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile ganz untersagen oder auf einen bestimmten Teil des Jahresergebnisses beschränken können.

Das Finanzministerium solle mit dem geplanten Gesetz ermächtigt werden, mit Rechtsverordnungen die Einzelheiten etwa zu Ausgestaltung, Überwachung, Weiterentwicklung und Transparenz der Bonussysteme zu regeln, hieß es in dem Bericht weiter. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte, dass zum Thema Banker-Boni ein Referentenentwurf vorliege. Damit sollten die Standards des Finanzstabilitätsrats FSB umgesetzt werden. Zu Einzelheiten des Entwurfs wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Der Vorschlag des FSB sieht unter anderem vor, dass Bankmanager ihre Boni für ein Geschäftsjahr erst zwei oder drei Jahre später ausgezahlt bekommen sollen. Zudem sollen die Aufschläge an den Geschäftsverlauf der jeweiligen Bank gekoppelt sein. Die Verknüpfung hoher Boni für Banker mit kurzfristigen Gewinnzielen gilt als eine Ursache der weltweiten Finanzkrise.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×