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19.07.2014

14:28 Uhr

BES-Miteigentümer

Espírito Santo International beantragt Insolvenz

Die Börsen wackelten als RioForte seine Schulden nicht mehr bezahlen konnte. Eigentümer ESI, eine portugiesische Unternehmensgruppe, kann nun seine Gläubiger nicht mehr bedienen. Das Insolvenzverfahren ist beantragt.

Eine Filiale der Banco Espirito Santo. Die Unternehmensgruppe Espirito Santo kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. dpa

Eine Filiale der Banco Espirito Santo. Die Unternehmensgruppe Espirito Santo kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Lissabon/LuxemburgDie portugiesische Unternehmensgruppe Espírito Santo International (ESI) hat die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Sie bildet einen Teil der Gruppe GES (Grupo Espírito Santo), die mit 20 Prozent an der kriselnden Großbank BES (Banco Espírito Santo) beteiligt ist.

Die ESI räumte in ihrem Antrag ein, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könne. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa in der Nacht zum Samstag berichtete, reichte die Gruppe das Gesuch in Luxemburg ein, wo sie ihren Sitz hat.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

„Ein solches Verfahren ermöglicht es, die Interessen der Gläubiger in transparenter und geordneter Weise unter der Aufsicht der Gerichte zu verteidigen“, begründete die ESI ihren Antrag. Ein solcher Schritt war in Wirtschaftskreisen erwartet worden, nachdem die - zu der Gruppe gehörende - Investmentgesellschaft RioForte Anfang der Woche fällige Verbindlichkeiten bei Portugal Telecom in Höhe von 847 Millionen Euro nicht bedienen konnte.

Die portugiesische Zentralbank ist seit Wochen bemüht, das Geldhaus BES von den Turbulenzen abzuschirmen, die das Firmenimperium der Espírito-Santo-Gründerfamilie erfasst hatten. Die BES, Portugals bedeutendste Privatbank, versicherte, über ausreichende Rücklagen zu verfügen, um eventuelle Kreditausfälle aufzufangen.

Von

dpa

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