Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2011

09:09 Uhr

Beteiligung

Goldman Sachs bewertet Facebook mit 50 Milliarden Dollar

Goldman Sachs beteiligt sich am sozialen Netzwerk Facebook. Zusammen mit der russischen Internet-Beteiligungsgruppe Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) hat die US-Großbank laut einem Medienbericht eine halbe Milliarde Dollar in Facebook investiert. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg wird nun höher bewertet als prominente Internetriesen.

Facebook-Site: Die US-Bank Goldman Sachs investiert in das soziale Netzwerk. Quelle: dpa

Facebook-Site: Die US-Bank Goldman Sachs investiert in das soziale Netzwerk.

HB NEW YORK/BERLIN. In nur sechs Jahren ist Facebook zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt geworden. Die Online-Plattform wird laut einem Bericht der „New York Times“ nun auf 50 Milliarden Dollar taxiert. Damit ist sie auf Augenhöhe mit global agierenden Konzernen wie Walt Disney, Honda und der Royal Bank of Scotland.

Die Bewertung beruht auf einer neuen Investitionsrunde in das nicht börsennotierte Unternehmen. Die US-Bank Goldman Sachs bringe 450 Millionen Dollar ein, die russische Investmentfirma Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) weitere 50 Millionen, schrieb die „New York Times“ unter Berufung auf eingeweihte Personen. Die Firmen äußerten sich nicht zu dem Bericht. Auch die Schnäppchen-Plattform Groupon hat wieder Geld eingesammelt.

Als Teil der Abmachung werde Goldman Sachs weitere 1,5 Milliarden Dollar von verschiedenen Geldgebern einsammeln, hieß es in der „New York Times“. Damit habe sich das Unternehmen eine starke Position für den Facebook-Börsengang verschafft - für Banken ein lukratives Geschäft. Von den eigenen Facebook-Anteilen kann Goldman Sachs bis zu 75 Millionen Dollar an Mail.ru weiterverkaufen. Die Russen haben bereits rund 400 Millionen Dollar investiert und gehören damit zu den wichtigen Anteilseignern.

Die Bewertung zeigt, welche Erwartungen die Investoren in das Netzwerk stecken. Zum Vergleich: Der Suchmaschinen-Riese Google brachte es nach seinem Börsengang im August 2004 auf 27 Milliarden Dollar. Heute ist er laut einem aktuellen Ranking des „Handelsblatts“ knapp 150 Milliarden Dollar wert. Weltkonzerne wie Walt Disney oder die Royal Bank of Scotland stehen mit etwas mehr als 50 Milliarden Dollar in der Rangliste rund um dem 100. Platz. Facebook ist allerdings auch nicht dem Auf und Ab der Börsen unterworfen.

Das Soziale Netzwerk hat sich zu einer der beliebtesten Websites weltweit aufgeschwungen. Mehr als 500 Millionen Mitglieder sind dort aktiv, die US-Nutzer rufen die Plattform mittlerweile häufiger auf als die jahrelange Nummer 1, Google. Angesichts dieser immensen Reichweite verlagern immer mehr Konsumgüterhersteller einen Teil ihres Werbebudgets zu Facebook, darunter Coca-Cola und Adidas.

Auch die Schnäppchen-Website Groupon hat weitere 500 Millionen Dollar Kapital eingesammelt. Ziel der Finanzierungsrunde seien 950 Millionen Dollar, schrieb das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen Bericht der Finanzmarkt-Regulierungsbehörde SEC. Die Investoren seien nicht bekannt. Groupon verkauft Rabattgutscheine und ist auch in Deutschland aktiv. Kürzlich hatte das zwei Jahre alte Unternehmen ein Übernahmeangebot von Google in Höhe von sechs Milliarden Dollar abgelehnt.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

€100 Kopfprämie?

03.01.2011, 14:15 Uhr

Rechnet man das um, hält die Goldmann Sachs jedes einzelne Mitglied bei Facebook für € 100,- Wert. Damit dürfte der Wert des Unternehmens direkt von der Mitgleiderzahl abhängen. Wenn das mal nicht problematisch wird, weil Zuckerbrot hat es mit Datenschutz nicht so...

Incognito

03.01.2011, 16:12 Uhr

Genau so schnell wie die Menschen gekommen sind, können sie sich auch wieder von Facebook abwenden. Nur ein kurzzeitiger Hype meines Erachtens!
Um dauerhaft am Markt bestehen zu können bedarf es mehr als nur die Laune von meist Jugendlichen.
Man muss ja nur mal den Fall Myspace betrachten.
Nach gerade mal 2 Jahren ist der ganze Trubel schon nahezu verblasst.

Weltenbummlerin

03.01.2011, 16:59 Uhr

GS kommt, es wird Zeit zu gehen!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×