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04.05.2011

22:45 Uhr

Betrug mit US-Kommunalanleihen

UBS zahlt Millionenstrafe wegen Auktionsbetrug

Ex-UBS-Banker haben Auktionen von US-Kommunalanleihen manipuliert, gibt die Schweizer Großbank zu. Die UBS kauft sich mit 160 Millionen US-Dollar frei - und vermeidet mit dem Deal eine Anklage der US-Behörden.

Ex-UBS-Banker haben beim Handel mit US-Kommunalanleihen das Gesetz verletzt: Die Bank zahlt freiwillig 160 Millionen Dollar Strafe, um eine Klage der US-Behörden zu vermeiden. Quelle: dpa

Ex-UBS-Banker haben beim Handel mit US-Kommunalanleihen das Gesetz verletzt: Die Bank zahlt freiwillig 160 Millionen Dollar Strafe, um eine Klage der US-Behörden zu vermeiden.

ZürichWegen Auktionsbetrug bei US-Kommunalanleihen zahlt die UBS eine Millionenstrafe.

Die Schweizer Großbank UBS hat sich bereit erklärt, im Rahmen eines Abkommens mit dem US-Justizministerium eine Strafe von 160 Millionen US-Dollar wegen Insiderhandels einiger ehemaliger Angestellter mit US-Kommunalanleihen zu zahlen. Das Finanzinstitut habe anerkannt, dass einige ehemalige Mitarbeiter beim Handel mit den US-Kommunalanleihen das Gesetz gebrochen hätten, heißt es in einer Mitteilung des US-Justizministeriums am Mittwochabend.

Gemäß dem Abkommen hätten einige ehemalige Mitarbeiter des municipial reinvest- und des Derivate-Büros in den Jahren 2001 bis 2006 illegale Handlungen vorgenommen, um den Bieterprozess bei der Auktion von US-Kommunalanleihen zu manipulieren. Das Abkommen sei sowohl auf Bundesebene als auch mit den Staatsanwälten von rund 25 Bundesstaaten abgeschlossen worden, heißt es.

Nicht nur die UBS, sondern auch viele andere Großbanken sind in den Fall verwickelt: US-Behörden haben die Banken sowohl zivil- als auch strafrechtlich verfolgt, weil ihre Angestellten sich abgesprochen haben sollen, wer Auktionen von US-Kommunalanleihen gewinnt. So konnten sie die Preise diktieren und den Kommunen und Bundesstaaten höhere Zinsen aufbrummen.

Mit dem Abkommen vermeidet die UBS Klagen der US-Börsenaufsicht SEC und einer Reihe anderer US-Bundes- und Landesbehörden. "Unsere Klage gegen die UBS liest sich wie eine Gebrauchsanweisung für Auktions- und Wertpapierbetrug", sagte die Leiterin der Abteilung Kommunalanleihen bei der SEC. Die UBS-Banker hätten mit geheimen Absprachen und mit als Swaps verdeckten Bestechungszahlungen an Auktionsagenten die Auktionen zu ihren Gunsten beeinflusst und so Kommunen betrogen.

Der Deal der US-Behörden mit der UBS ist das Ergebnis von mehr als vierjährigen Kartellrechtsermittlungen zu Auktionsbetrug auf dem mehr als 400 Milliarden US-Dollar schweren Markt für Anleihen von US-Städten und Bundesstaaten. Am 7. Dezember hatte bereits die Bank of America einer Strafzahlung von 137 Millionen US-Dollar in derselben Angelegenheit zugestimmt.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

04.05.2011, 22:29 Uhr

Und wieviele haben die beim Betrug verdient? Das möchte man doch gerne mal wissen.

Account gelöscht!

04.05.2011, 23:32 Uhr

naja, der schadensersatz schein hoch genug um auf langwirige prozesse zu verzichten - ob das nun der tatsächlihcen höhe oder der mieserabelen wirtschaftl situation geschuldet ist bleibt zu raten

Abrechnungsbeleg

05.05.2011, 01:40 Uhr

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