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27.01.2005

18:00 Uhr

BHF-Fondstochter hofft auf 2005

Frankfurt-Trust hakt 2004 ab

Die BHF-Fondstochter Frankfurt-Trust sieht sich nach der Übernahme der BHF-Bank durch die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim für 2005 gut gerüstet. Das abgelaufene Jahr war hingegen nach massiven Mittelabflüssen nicht so gut.

HB FRANKFURT. „2004 war für Frankfurt-Trust anstrengend, 2005 wird herausfordernd“, sagte Karl Stäcker, Sprecher der Geschäftsführung von Frankfurt-Trust, am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. „Die Turbulenzen um die BHF-Bank haben auch unser Geschäft belastet“, ergänzte Stäcker. 2004 zogen die Anleger aus den Fonds der neuntgrößten Fondsgesellschaft in Deutschland rund 749 Mill. € ab.

Mit der Übernahme durch Sal. Oppenheim herrsche nun Klarheit über die Konzernzugehörigkeit, sagte Stäcker. Frankfurt-Trust werde unabhängig vom Fondsgeschäft der Kölner Privatbank am Markt operieren. „Es ist keine Zusammenlegung geplant“, fügte er hinzu. Im vergangenen Jahr hatte erst die Commerzbank Interesse an einem Kauf von großen Teilen der BHF-Bank vom niederländischen Finanzkonzern ING bekundet, bevor schließlich Sal. Oppenheim zum Zuge gekommen war.

Für 2005 peilt Stäcker ein Mittelaufkommen von 500 Mill. € an. Ein Pluspunkt für die Fondsbranche sei der Wegfall des Steuerprivilegs für Lebensversicherungen. „Wir sind gut gerüstet für den Altersvorsorge-Markt“, sagte Stäcker. Hoffnungen setzt die Fondsgesellschaft auch auf neue Produkte, wie einen Dach-Hedge-Fonds der Luxemburger Tochter, dessen Start für Ende Februar anvisiert ist. „Der Fonds richtet sich an vermögende Privatkunden und Institutionelle“, sagte Stäcker. Für das erste Jahr rechnete er mit einem Volumen von 50 Mill. €. 2004 hatten die deutschen Hedge-Fonds nach Angaben des Branchenverbandes BVI insgesamt rund 706 Mill. € an Geldern eingesammelt.

Besonders gute Chancen räumen die Experten von Frankfurt-Trust wegen der vergleichsweise günstigen Bewertung Aktien aus Europa ein. „Europa ist ganz klar im Vorteil“, sagte Winfried Hutmann, verantwortlicher Geschäftsführer für das Fondsmanagement. Allerdings könne es mit europäischen Titeln auch nur dann nach oben gehen, wenn sich der Markt in den USA gut entwickle.

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