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22.09.2011

10:25 Uhr

Bieterrennen um WestLB

HSBC Trinkaus feuert Warnschuss ab

Die Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus hat Finanzkreisen zufolge mit einem Rückzug aus dem Bieterverfahren für Teile der WestLB gedroht. Grund für den Ärger ist offenbar die Prüfung der Firmenbücher.

Eingang der Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf. dpa

Eingang der Privatbank HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf.

DüsseldorfHSBC Trinkaus habe einen Warnschuss abgefeuert, da die Bank die übliche Exklusivität bei der Prüfung der Firmenbücher in Gefahr sehe, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters. Der Verkaufsprozess sei aber bislang nicht unterbrochen. Über die Drohung der Bank hatte auch die „Rheinische Post“ unter Berufung auf WestLB-Kreise berichtet. HSBC Trinkaus und WestLB wollten
den Bericht nicht kommentieren.

Die WestLB soll nach langem Streit um öffentliche Beihilfen mit der EU-Kommission zerschlagen werden. HSBC Trinkaus interessiert sich dabei Finanzkreisen zufolge unter anderem für das Firmenkundengeschäft der Bank. Die Sparkassen wiederum wollen das Verbundgeschäft mit den öffentlichen Instituten herauslösen - die Frankfurter Landesbank Helaba soll diese Teile dann übernehmen. Deren genauer Zuschnitt ist aber noch offen.

Den Kreisen zufolge interessiert sich die Helaba nun für Teile, die auch HSBC Trinkaus im Visier habe. Dabei gehe es vor allem um ein milliardenschweres Mittelstandsportfolio der NRW-Sparkassen. Es könne nicht sein, dass dieses Portfolio sowohl HSBC Trinkaus als auch der Verbundbank angeboten worden sei, sagte einer der Insider. Das sorge für Unmut. Das Thema solle auch bei einer Sitzung des Aufsichtsrats der WestLB am Donnerstag erörtert werden. Die Helaba wollte sich zur Sache nicht äußern.

Von

rtr

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