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31.01.2007

18:46 Uhr

Bieterverfahren um LBB

Landesbanken fahren Sparkassen in die Parade

Im Bieterverfahren um die Berliner LBB scheren immer mehr Landesbanken aus dem öffentlich-rechtlichen Lager aus. Nach der Landesbank Baden-Württemberg will auch die Bayern-LB ein eigenständiges Gebot für die Berliner Bank abgeben. Damit brechen die beiden Institute ein Versprechen, dass sie den Sparkassen gegeben hatten.

Die Interessenbekundung der BayernLB für die Landesbank Berlin dürfte die Sparkassen nach der ebenfalls überraschenden Offerte der LBBW unter Zugzwang setzen. Foto: AP ap

Die Interessenbekundung der BayernLB für die Landesbank Berlin dürfte die Sparkassen nach der ebenfalls überraschenden Offerte der LBBW unter Zugzwang setzen. Foto: AP

HB DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Beide Häuser dürften nicht allein bleiben: Nordrhein-Westfalens Finanzminister Helmut Linssen forderte die WestLB auf, die LBB ebenfalls ins Visier zu nehmen. Auch die in Hamburg und Kiel ansässige HSH Nordbank prüft den Einstieg in das von der Investmentbank UBS geleitete Bieterverfahren.

Eigentlich hatte unter den Instituten Einigkeit geherrscht, dass die Landesbanken nur antreten würden, wenn die Sparkassen-Gruppe keine eigene Offerte für die LBB auf die Beine stellen könnte. Doch dann war vor wenigen Tagen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) allein vorgeprescht.

„Wir werden eine Interessenbekundung einreichen“, kündigte ein Sprecher der BayernLB am Mittwoch in München an. „Nach der neuen Sachlage ist es sicherlich richtig, wenn auch die WestLB bis zum 5. Februar ihr Interesse bekundet“, sagte CDU-Politiker Linssen in Düsseldorf. Ob die WestLB auch dauerhaft mitbieten werde, könne zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden - auch mit Blick auf die weitere Entwicklung im Sparkassen-Lager.

Das Land Nordrhein-Westfalen ist zusammen mit den beiden Sparkassenverbänden im Rheinland und in Westfalen-Lippe Eigner des Instituts. Der westfälische WLSGV hatte das Management der WestLB bereits zu einer raschen Entscheidung über ein LBB-Gebot aufgefordert. Ein Sprecher des Instituts hielt sich trotz des Drucks der Eigentümer bedeckt: „Die WestLB wird im Einvernehmen mit ihren Eigentümern bis zum 5. Februar entscheiden, ob sie eine Interessenbekundung für die LBB abgibt“, sagte er nur. Bis zu diesem Termin haben potenzielle Käufer Zeit, unverbindliche Angebote für das Berliner Institut abzugeben. Ein späterer Einstieg in das Verkaufsverfahren ist nicht mehr möglich.

Bei der HSH gibt es zumindest Erwägungen, in Berlin anzutreten. „Wir prüfen das intensiv“, sagte ein HSH-Sprecher. „Wenn es nicht zu einem gemeinsamen Angebot der Sparkassen kommen sollte, werden wir gegebenenfalls rasch handeln.“

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