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21.03.2006

12:18 Uhr

Bilanz 2005

Allianz macht mit Sachversicherungen gutes Geschäft

Vergangene Woche hatte der Versicherungsriese Allianz seine Konzernbilanz für 2005 vorgelegt und auch die Tochter Dresdner Bank im Detail vorgestellt. Die Zahlen des Instituts waren wenig berauschend. Besser sieht's im angestammten Sachversicherungsgeschäft aus. Auch der Ausblick ist positiv.

HB MÜNCHEN. Sofern erhebliche Großschäden ausblieben, sollte das versicherungstechnische Ergebnis auf dem Rekordniveau des vergangenen Jahres bleiben, teilte der Chef der Allianz Sachgruppe Deutschland, Thomas Pleines, am Dienstag in München mit. Im vergangenen Jahr steigerte die Sachgruppe Deutschland ihren Nettogewinn von 1,25 auf 1,79 Mrd. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis kletterte von 373 auf 785 Mill. Euro. Die Allianz Sachgruppe Deutschland steuert rund ein Zehntel des Gesamtumsatzes des Allianz-Konzerns bei, in dem auch operative Erlöse aus dem Bankgeschäft und der Vermögensverwaltung enthalten sind.

Die Schaden-Kosten-Quote als zentraler Indikator für die Ertragskraft des Geschäfts verbesserte sich 2005 von 88,5 auf 85,3 Prozent. Bei Quoten bis 100 Prozent sind Schäden und Kosten allein durch die Prämieneinnahmen gedeckt.

Wegen des scharfen Wettbewerbs in der Kfz-Versicherung sanken die Beitragseinnahmen des größten deutschen Sachversicherers 2005 um 1,3 Prozent auf 10 Mrd. Euro. Allerdings seien durch neue und günstige Tarife im vergangenen Jahr in der Kfz-Versicherung 100 000 zusätzliche Verträge geschlossen worden.

„Diese Entwicklung zeigt die positiven Auswirkungen unserer Maßnahmen zur Bestandssicherung. Wir haben damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan“, sagte Pleines. Für die Zukunft setzt die Allianz-Sachgruppe verstärkt auf neuartige Versicherungsprodukte mit Assistenz-Leistungen – etwa Rechtsschutzversicherungen mit telefonischer Erstberatung oder Unfallversicherungen speziell für Ältere.

Zum denkbaren Stellenabbau im Rahmen der Zusammenführung der drei deutschen Versicherer im Sach-, Lebens- und Krankenversicherungssegment der Allianz machte Pleines keine Angaben. In der Bilanz für 2005 verbuchte die Sachgruppe bereits einen Einmalverlust von 1,3 Mrd. Euro, der durch die Verschmelzung zweiter anderer Töchter – der BVB Bayerische Versicherungsbank und der Frankfurter Versicherung – auf die Sachgruppe im Rahmen der Umstrukturierung anfiel. Die Zahl der Mitarbeiter im deutschen Sachgeschäft im Innen- und Außendienst sank 2005 um 5,4 Prozent auf 28 565 Menschen. Für 2006 kündigte Pleines an, dass die zu erwartenden Restrukturierungskosten für den Umbau im Inland die Einsparungen aus laufenden langfristigen Kostensenkungsprogrammen übersteigen würden.

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