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02.03.2006

08:45 Uhr

Bilanz 2005

Hurrikans vermasseln Swiss Re das Geschäft

Dem weltgrößten Rückversicherer Swiss Re hat das Katastrophenjahr 2005 mächtig zugesetzt. Alle Zahlen wiesen nach unten. Die Zukunft soll wieder besser werden, nicht zuletzt dank des Zukaufs in den USA.

HB ZÜRICH. Der Reingewinn brach im Vorjahresvergleich um 41 Prozent auf 1,45 Mrd. Franken ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten einen geringeren Rückgang erwartet. Die Prämieneinnahmen gingen um 6 Prozent auf 27,78 Mrd. Franken zurück.

Swiss Re hatte den Angaben zufolge 2005 Naturkatastrophen-Schäden von 3 Mrd. Franken zu verdauen verglichen mit 1,2 Mrd. Franken im Vorjahr. Laut Swiss Re waren die Belastungen um 1 Mrd. Franken höher als von der Gesellschaft erwartet. Die Gesellschaft griff auf ihre Schwankungsreserven zurück, um die Auswirkungen der Naturkatastrophen zu mildern. Das Ergebnis wurde so letztlich „nur“ noch mit 1,1 Mrd. Franken belastet. Unter dem neuen Rechnungslegungsstandard US-GAAP, den Swiss Re ab 2006 anwenden will, wird ein Rückgriff auf die Reserven allerdings nicht mehr möglich sein.

Im Nichtleben-Geschäft verminderten sich die Prämien um 11 Prozent auf 16,4 Mrd. Franken. Die Combined Ratio – das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwendungen zu Prämien – verschlechterte sich von 98,4 auf 108,7 Prozent.

Die Aktionäre sollen, wie bereits im vergangenen Sommer in Aussicht genommen, trotz des Rückschlags eine von 1,60 auf 2,50 Franken pro Aktie erhöhte Dividende erhalten.

Konzernchef Jacques Aigrain sprach laut der Mitteilung von einem Jahr voller Kontraste. Im Ausblick gibt sich Swiss Re unter anderem wegen der Großübernahmedes Rückversicherungsgeschäfts GE Insurance Solutions von General Electric in den USA zuversichtlich. Die Akquisition verlaufe planmäßig. Der aufsichts- und kartellrechtliche Genehmigungsprozess mache gute Fortschritte hinsichtlich des Abschlusses der Akquisition bis Mitte 2006. Die Finanzierung der Transaktion wurde bei der ausserordentlichen Generalversammlung am vergangenen Montag genehmigt.

Das Ziel eines jährlichen Gewinnwachstums je Aktie von 10 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von 13 Prozent wird bestätigt.

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