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22.03.2006

14:23 Uhr

Bilanz 2005

Riester-Rente füllt Aachen-Münchener die Kasse

Deutschlands zweitgrößter Lebensversicherer Aachen-Münchener ist im vergangenen Jahr dank der starken Nachfrage nach Riester-Renten und einem guten Sach- und Unfallgeschäft merklich gewachsen.

HB BENSBERG. Auch das neue Jahr sei gut angelaufen, sagte Vorstandschef Michael Westkamp am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Bensberg bei Bergisch Gladbach.Die zur AMB-Generali-Gruppe gehörende Versicherungsgesellschaft rechne für 2006 mit anhaltendem Wachstum. In ihrem Hauptgeschäft Lebensversicherung steigerte sie ihre Bruttobeiträge 2005 um 7,2 Prozent auf 3,468 Mrd. Euro. Der Überschuss stieg 2005 von 31 auf 44 Mill. Euro. Grund dafür war vor allem die Verdoppelung der abgeschlossenen Riester-Rentenversicherungen auf 141 500 Verträge. „Wir haben unsere Position als Nummer zwei im Markt behauptet,“ sagte Vorstandschef Westkamp. Noch größer ist nur die Allianz.

Das Neugeschäft aus laufenden Jahresbeiträgen sank nach dem in der Branche als Ausnahmejahr geltenden Jahr 2004 um 39 Prozent auf 395,3 Mill. Euro. Branchenweit ging es um mehr als die Hälfte zurück. Für 2006 erwartet die Sparte der Aachen-Münchener dank der anhaltenden Popularität der Riester-Renten aber eine deutliche Erholung. Auch die Bruttobeiträge sollen erneut prozentual zweistellig steigen.

Auch in ihrer Sachversicherungssparte will die Aachen-Münchener gegen den Trend um 1 bis 2 Prozent wachsen. In der Branche wird eine Schrumpfung der Beiträge um 1 bis 2 Prozent erwartet. 2005 sanken die Beiträge in dieser Sparte um 0,9 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich aber deutlich auf 94,2 Prozent nach 97,4 Prozent im Vorjahr. Dazu habe ein aktives Schadenmanagement, aber auch eine geringere Kilometerleistung der Versicherten und die Trennung von verlustreichen Verträgen beigetragen, erläuterte Vorstandschef Westkamp.

Trotz des massiven Preiskampfes in der Kfz-Versicherung stieg der Jahresüberschuss in der Sach-Sparte auf 132,6 Mill. Euro nach 54,2 Mill. Euro im Jahr zuvor. Dazu trug aber auch ein Anteilsverkauf mit einem Erlös von rund 65 Mill. Euro bei. Für 2006 sei mit weiteren moderaten Preissenkungen bei den Kfz-Versicherungen zu rechnen, sagte Unternehmenschef Westkamp.

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