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23.02.2011

11:36 Uhr

Bilanz 2010

Mit Privatkunden kommt die Commerzbank kaum voran

Vondpa

Die Commerzbank hat für 2010 ordentliche Zahlen abgeliefert. Der mit Abstand wichtigste Ertragsbringer war die Mittelstandsbank. Hier verdiente die Bank doppelt so viel wie im Investment-Banking.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, will den Staat ausbezahlen. Quelle: dpa

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, will den Staat ausbezahlen.

FrankfurtIm Geschäft mit Privatkunden tut sich die Commerzbank weiterhin schwer. Die Sparte schloss 2010 mit einem minimalen operativen Gewinn von 48 Millionen Euro ab, wie Deutschlands zweitgrößte Bank am Mittwoch mitteilte. Im vierten Quartal rutschte das Segment sogar ins Minus: Der Verlust lag bei 13 Millionen Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein Gewinn in gleicher Höhe in den Büchern gestanden hatte. Zur Begründung verwies die Commerzbank auf die anhaltenden Kosten der Integration der Dresdner Bank, aber auch auf ein schwaches Provisionsgeschäft.

Insgesamt stagnierte die Zahl der Privatkunden in Deutschland bei elf Millionen. Zur Commerzbank gehört auch die Direktbank Comdirect. Ohne die Tochter hätte die Commerzbank im Privatkundengeschäft deutlich schwächer abgeschnitten, denn allein sie steuerte 2010 einen Gewinn vor Steuern von knapp 81 Millionen Euro bei.

In Mittel- und Osteuropa (CEE) schaffte die Commerzbank die Trendwende. Dort zählt sie inzwischen mehr als vier Millionen Kunden. 2010 stand in dem Segment ein operativer Gewinn von 53 Millionen Euro zu Buche, im Vorjahr war es noch ein Verlust von 393 Millionen Euro. Vor allem die polnische Tochter BRE Bank machte der Commerzbank Freude. Die ukrainische Bank Forum blieb im Gesamtjahr negativ.

Commerzbank in Zahlen 20102009
Bilanzsumme (in Mrd. Euro)754844
Operatives Ergebnis (in Mio. Euro)1386-2270
Konzernergebnis (in Mio. Euro)1430-4537
Ergebnis je Aktie (in Euro)1,21-4,40
Operative Eigenkapitalrendite4,5-8,0
Kernkapitalquote (in Prozent)11,910,5
Anzahl Mitarbeiter59.10162.671

Auch  in ihrem Geschäft mit Immobilien-, Staats- und Schiffsfinanzierungen kommt die Commerzbank nicht vom Fleck. Die Konzernsparte Asset Based Finance (ABF) weitete ihren operativen Verlust im vergangenen Jahr sogar aus auf 1,3 Milliarden Euro, wie die Commerzbank am Mittwoch mitteilte. 2009 hatte noch ein Minus von 813 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Kommentare (1)

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Analyst

23.02.2011, 21:16 Uhr

Wundert uns das? Mit Geldgeschnken für eröffnete Girokonten und Tagesgeldkontoverzinsung doppelt so hoch wie Marktzins verdient man nun mal nichts und lockt nur Schnäppchenjäger an.
Und das alles noch mit unverzinster Staatshilfe.

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