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18.04.2011

15:00 Uhr

Bilanz erstes Quartal

Citigroup verdient drei Milliarden Dollar

VonBernd Kupilas

Die Citigroup hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Allerdings schlägt der Nettogewinn von drei Milliarden Dollar die Erwartungen.

Die US-Großbank Citigroup ist wieder "back in black", wie man in New York so schön sagt. Quelle: dpa

Die US-Großbank Citigroup ist wieder "back in black", wie man in New York so schön sagt.

New YorkAmerikas einstige Problembank Nummer Eins hat immer noch mit Problemen im US-Endkundengeschäft zu kämpfen, steht aber besser da als erwartet Die Citigroup machte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 3 Milliarden Dollar oder zehn Cent je Aktie. Das ist zwar deutlich weniger als die 15 Cent je Aktie im Vorjahresquartal, aber mehr als die 9 Cent je Aktie, die Analysten erwartet hatten. Die Aktie stieg vorbörslich nur leicht an.

Citigroup-Chef Vikram Pandit kann damit das fünfte Quartal in Folge ein positives Ergebnis vorweisen. Er hatte dem Institut einen Radikalumbau verordnet und ein Drittel der Stellen abgebaut. Zuletzt hatte Pandit die Zahlung einer Dividende von einem Cent je Aktie angekündigt. Das Institut hat sich außerdem stark auf das Auslandsgeschäft verlagert, um die Rückgänge im heimischen Markt wegzumachen.

Neben dem schwachen Geschäft mit Bankkunden in den USA lief auf das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren schlecht. Analysten hatten aber offenbar Schlimmeres erwartet, und die Experten sehen die Citigroup insgesamt auf einem guten Weg.

Die Citigroup stand während der Finanzkrise am Rande des Bankrotts und konnte nur durch immense staatliche Hilfen gerettet werden: 45 Milliarden Dollar an Steuergeldern pumpte Washington in das schlingernde Institut – die Citigroup war damit der größte Empfänger staatlicher Stützgelder.

Insgesamt gibt die amerikanische Bankenwelt derzeit ein positives Bild ab, hat aber immer noch mit den Problemen auf dem Hypothekenmarkt zu kämpfen. Zweieinhalb Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers und dem Kollaps des Finanzsystems präsentierten in den letzten Tagen die beiden Großbanken JP Morgan Chase und Bank of America Zahlen, die jeweils besser ausfielen als erwartet. 

Hohe Belastungen im Hypotheken-Geschäft haben der Bank of America einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal 2011 brach der Nettogewinn binnen Jahresfrist um 37,5 Prozent auf zwei Milliarden Dollar, teilte die nach Vermögenswerten größte Bank der USA am Freitag mit.

Mit der Zwischenbilanz blieb das Geldhaus hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Analysten hatten mit einem Gewinn je Anteilsschein von 0,27 Dollar gerechnet. Nach anfänglichen Kursverlusten erholte sich die Aktie im vorbörslichen Handel jedoch wieder und tendierte nahezu unverändert zu ihrem Schlusskurs vom Donnerstag.

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