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07.03.2016

17:32 Uhr

Bis zu neun Prozent weniger

Bonuskürzungen an der Wall Street

Noch immer leiden Banken weltweit unter den Auswirkungen der Finanzkrise. Das bekommen auch die Mitarbeiter der Institute zu spüren. Ihre Vergütungen sinken deutlich.

Ein Banker kassierte im Jahr 2015 einen durchschnittlichen Bonus von 146.200 Dollar. AP

Wall Street

Ein Banker kassierte im Jahr 2015 einen durchschnittlichen Bonus von 146.200 Dollar.

New YorkUS-amerikanische Banker kassierten im Jahr 2015 deutlich niedrigere Bonuszahlungen als noch ein Jahr zuvor. Das teilte Thomas DiNapoli, der oberste Finanzchef des Bundesstaates New York, am Montag mit. Insgesamt belief sich der Bonuspool auf 25 Milliarden Dollar, das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent. Der durchschnittliche Bonus für die Banker an der Wall Street ist im vergangenen Jahr um neun Prozent gefallen auf 146.200 Dollar. Und das obwohl die Branche in New York City 4 500 neue Stellen schuf.

Schuld am Rückgang sind geringere Gewinne der Banken. „Die Gewinne und die Boni an der Wall Street sind 2015 zurückgegangen, was ein schwieriges Jahr an den Finanzmärkten widerspiegelt“, erklärte DiNapoli in einer Mitteilung.

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Viele Finanzinstitute kürzen ihre Prämien. PwC-Berater Jon Terry überrascht das nicht, höhere Boni wären gegenüber den Aktionären kaum zu erklären. Er glaubt allerdings, dass dafür die Festgehälter steigen werden.

Zwar stieg der Gewinn bei den sechs größten US-Banken 2015 auf 93 Milliarden Dollar, ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings hat sich die Branche nur langsam von der weltweiten Finanzkrise 2008 erholt. Ein jahrelanger Rückgang der Erträge im Handel und steigende Kosten für Rechtsstreitigkeiten haben zahlreiche Banken gezwungen, Stellen zu streichen und die Vergütungen zu reduzieren.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will mehr als fünf Prozent der Händler und Verkäufer im Bereich Festverzinsliche Wertpapiere abbauen. Die Bank of America, die im vergangenen Jahr bereits mehr als 10.000 Stellen gestrichen hat, wird unterrichteten Kreisen zufolge rund 150 weitere Mitarbeiter im Handel und im Investmentbanking entlassen.

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