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24.06.2012

18:02 Uhr

BIZ-Bericht

„Bankenunion würde Vertrauen in den Euro stärken“

Die Eurozone kämpft nicht zuletzt mit einem Vertrauensproblem. Eine Bankenunion soll nach BIZ-Urteil das Potenzial haben, die Krise zu beenden. Für die noch junge Bankenaufsicht EBA würde das letztlich den Tod bedeuten.

Eine Bankenunion könne das Vertrauen in den Euro wieder stärken, so die BIZ. dpa

Eine Bankenunion könne das Vertrauen in den Euro wieder stärken, so die BIZ.

Frankfurt/BaselEine Bankenunion kann nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) der entscheidende Schritt zur Lösung der Vertrauenskrise in der europäischen Währungsunion sein. "Man könnte auch sagen, dass eine Währungsunion mit einem zentralen 'lender of last resort' auch ein gemeinschaftliches Bankensystem braucht", schreibt die BIZ in ihrem am Sonntag in Basel veröffentlichten Jahresbericht. "Die Banken Europas müssen also zu europäischen Banken werden." Angesichts der in der Euro-Zone mit einem gemeinsamen Finanzmarkt und einer gemeinsamen Zentralbank erreichten finanziellen Integration sei ein solcher Schritt folgerichtig.

Bestandteile einer Bankenunion sind unter anderem eine gemeinsame Aufsicht über die Finanzinstitute und eine gemeinsame Einlagensicherung. Während letztere umstritten ist, läuft es in der Frage einer gemeinsamen Aufsicht derzeit in Richtung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die erst vor kurzem geschaffene Bankenaufsichtsbehörde EBA, die allerdings nie weitreichende Durchgriffsrechte auf die nationale Ebene hatte, wäre damit so gut wie tot.

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Die BIZ charakterisiert in ihrem Bericht die Vorstöße aus Politik und Zentralbanken in Richtung einer Bankenunion als "vielversprechend"; unter anderem deshalb, weil sie innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens der EU und der Euro-Zone umgesetzt werden könnten. Zudem brächte sie nach Einschätzung der Experten zwei gravierende Vorteile gegenüber dem Status quo mit sich: Zum einen, dass die unterschiedlichen nationalen Regulierungsvorschriften für Banken harmonisiert würden und zum anderen zentrale europäische Institutionen für Aufsicht, Einlagesicherung und Abwicklung von Banken geschaffen würden.

"Diese Maßnahmen würden den negativen Rückkopplungseffekt zwischen Banken und Staaten unterbinden und auch andere zerstörerische Verbindungen kappen, welche die Krise derart tiefgreifend machen", lobt die BIZ das von der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) vorangetriebene Projekt.

18.000.000.000.000 Dollar: Zentralbanken am Rande ihrer Möglichkeiten

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Seit Jahren stopfen die Zentralbanken alle finanziellen Löcher, die Krisen aufreißen. Nun stoßen sie aber an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Zudem kann das billige Geld von EZB & Co. schwere Nebenwirkungen haben.

Eine Bankenunion würde aus Sicht der Baseler Experten nämlich nicht nur den massiv gestörten Interbankenmarkt wieder beleben und den Staaten wieder Zugang zu den Kapitalmärkten verschaffen. Sie würde es den europäischen Notenbanken auch ermöglichen, sich wieder aus den Finanzmärkten zurückzuziehen und ihre unkonventionellen und riskanten geldpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre zurückzufahren.

"Und sie würden das Vertrauen in die gemeinsame Währung so weit stärken", hofft die BIZ, "dass sich sowohl institutionelle als auch private Anleger wieder heimischen Banken zuwenden." Last but not least wäre Zeit gekauft für eine Überarbeitung des institutionellen Gefüges der Euro-Zone. "Wenn dank eines gemeinschaftlichen Währungs- und Bankensystems wieder zur Tagesordnung übergegangen werden kann, werden die Staats- und Regierungschefs genügend Zeit haben, um den umfassenderen institutionellen Rahmen abschließend festzulegen, damit die Währungsunion langfristig überleben kann."

Von

rtr

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

24.06.2012, 18:21 Uhr

Warum hassen SPD und Grüne Deutschland so und wollen immer nur Geld ins verschwenderische und hoch verschuldete Ausland veruntreuen ???

Antwort ist einfach. Sozialismus lebt von Vergeudung und von Verstaatlichung, von falschen Versprechen sowie von Förderung von Abhäbgigkeit bis hin zur Toleranz von Faulheit, Ausnutzung von Sozialleistungen sowie Einschränkung von Freiheit. Das ist die Formel des Sozialismus.

Der ESM ist eine Kanüle, die direkt in die Aorta Deutschlands gesetzt werden soll und direkt ins Ausland abfliessen soll. Menge, Zeitpunkt des Abzapfens von Geld wird von Geheim-Gremien beschlossen mit französischer Dominanz natürlich. Die besetzen immer mehr Posten bei EZB und EU. Die EU ist so sehlenlos wie ein Zombie mit dem EURO - es geht nur noch um Geld, wie bei einer Scheidung zutiefst zerrütteter Ehen.

Herr Gauck VERWEIGERN SIE DAUERHAFT DIE UNTERSCHRIFT ZUM ESM. Sie ist im Gegensatz zu Ihrem Amtseid.

Die Italienener haben mehr Privatvermögen als die Deutschen. Soll Italien diese doch als Pfand bei der EZB hinterlegen für neue Bank-Kredite.

Die Sozies träumen natürlich davon eine Zentrale in Europa zu haben (Fiskal-Zentrale), wo Geld herausströmt in die EURO-Staaten verbunden mit politischen Zwangsauflagen. Das ist sozialistische Politik direkt an der Geldquelle sitzend als Hypermacht. Eine Gruselvorstellung für jeden, der Marktwirtschaft und freies Unternehmertum gewohnt ist.

Der EURO steht in Europa auf verfaulten Beinen. Jetzt geht es nur noch darum möglichst viel der FPIIGS-Schulden über Deutschland los zu werden, ehe der ganze Mist endlich zusammen bricht.

Dann fangen alle mit eigener Währung wieder neu an und goldene EWG-Zeiten mit souveränen Staaten und engem Wirtschaftsverbund wird wiederbelebt, wie in den 80er Jahren.

Sozialismus, Brüssel, EU, EURO adeeeee !

WOLLT_IHR_DEN_TOTALEN_..BESCHISS

24.06.2012, 18:29 Uhr

SayTheTruth: Das einzige was man (aber nur KURZFRISTIG) verstaatlichen sollte sind Banken, um Bilanzen zu säubern. Die Finanzlobby und Parasitenpolitiker sind der Grund weshalb ESM eingeführt wird. Der ineffektivste und für dt. Steuerzahler der ungünstigste aber für Banken und Parasitenpolitiker günstigste Ansatz. Anstatt Verluste z. B. bei Banken zu realisieren werden schlechte Schulden über ESM (gefährlichste Finanzpyramide der Welt) durch deutsche Steuerzahler refinanziert und dann trägt der Steuerzahler das komplette Risiko eines Verlusts und nicht die, die sich verspekuliert haben. Der deutsche Michel wird so unverschämt von Finanzlobby und Parasitenpolitikern durchgeknattert!!! Aber der dt. Steuerzahler protestiert nicht. Ihm ist sein Geld und Deutschland egal. Aber wenn Deutschland Fussball spielt, geht man demonstrativ zum Public Viewing.

Account gelöscht!

24.06.2012, 19:52 Uhr

Bankenunion = Schuldenunion
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Das wollen die "Bankster" natürlich! Die "Schulden" der Spekulanten sollen "sozialisiert" weden.

Deshalb sind sie auch für "Eurobonds", die "Transferunion", für den "ESM" (das ist das Ermächtigungsgesetz der EUdSSR, welches dessen ZK die MACHT ÜBER UNSEREN HAUSHALT GIBT), und die "Bankenunion".
Und der duetsche Michel ist derzeit durch die EM abgelenkt ...

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