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19.01.2011

12:44 Uhr

BKK

Betriebskrankenkassen beschließen Fusion

VonThomas Schmitt

Die Betriebskrankenkassen BKK vor Ort aus Bochum und die Dräger & Hanse BKK aus Lübeck wollen zum 1. April 2011 miteinander fusionieren. Das haben die Verwaltungsräte der beiden Krankenkassen übereinstimmend beschlossen.

FRANKFURT. Die Fusion bedarf noch der Zustimmung des Bundesversicherungsamtes, sie ist dem Kartellamt bereits angezeigt worden. „Mit dieser Fusion sichern die Selbstverwaltungen in einem schwierigen gesundheitspolitischen Umfeld eine starke Krankenkasse für die Zukunft ab“, sagte Klaus-Peter Hennig, Verwaltungsratsvorsitzender der BKK vor Ort. Beide Partner passten zueinander, sie ständen finanziell und organisatorisch auf einem gesunden und soliden Fundament. Durch die Zusammenlegung der Ressourcen gingen beide Kassen davon aus, „dass wir auch im Jahr 2012 ohne Zusatzbeitrag auskommen werden.“

Im Zuge der Fusion würden keine Standorte aufgegeben, es kämen vielmehr neue hinzu. Alle Beschäftigen würden übernommen, insgesamt arbeiten 1500 Menschen in dem neuen Unternehmen. Mit noch mehr Gewicht könne jetzt mit möglichen Vertragspartnern bundesweit verhandelt werden. Besondere Versorgungsverträge oder hochwertige Sonderleistungen seien für eine Versichertengemeinschaft von rund 770.000 Versicherten besser zu realisieren.

In der fusionierten BKK vor Ort würden die Kunden an 70 Standorten betreut. Der Sitz der Kasse und die Hauptverwaltung werden in Bochum sein. Es entsteht damit die fünfgrößte Betriebskrankenkasse und eine der 25 größten Krankenkassen überhaupt.

Viele der knapp 160 deutschen Krankenkassen sind relativ klein. Sie leiden unter dem schärferen Wettbewerb, der durch die neuen gesetzlichen Regeln ausgelöst worden ist. Einigen Krankenkassen ist bereits das Geld ausgegangen, sie mussten daher ungeliebte Zusatzbeiträge erheben, die direkt von den Versicherten gezahlt werden müssen. Andere entziehen sich der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch Fusionen, gerade unter schwächeren Krankenkassen sind Zusammenschlüsse daher in Mode. Die beiden Fusionspartner sehen sich dagegen nicht finanziell unter Druck.

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