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01.06.2011

11:45 Uhr

Blackrock

Die heimlichen Herren des Dax

VonHeike Buchter
Quelle:Zeit Online

Er berät die US-Regierung und hält erhebliche Anteile an deutschen Dax-Konzernen: Niemand verwaltet so viel Geld wie der Finanzdienstleister Blackrock. Doch kaum jemand kennt ihn. Ein Blick hinter die Kulissen.

Das unscheinbare Portal des Finanzdienstleisters Blackrock, der ein Billionen-Budget verwaltet. Quelle: ap

Das unscheinbare Portal des Finanzdienstleisters Blackrock, der ein Billionen-Budget verwaltet.

New YorkAls Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, kürzlich die Fusionsverhandlungen mit der New Yorker Börse aufnahm, erhielt er wenig später einen Anruf aus München. Dort sitzt Dirk Klee. Der 46-Jährige ist der deutsche Statthalter des US-Vermögensverwalters Blackrock, des größten Einzelaktionärs der Deutschen Börse. "Wir nehmen als Treuhänder unserer Anleger deren Rechte wahr", sagt Klee.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit ist Blackrock zu einem Großeigentümer der Deutschland AG geworden. Die Investmentfirma aus New York hält über verschiedene Fonds und Gesellschaften inzwischen Anteile an allem, was in der deutschen Wirtschaft Rang und Namen hat: am Sportausrüster Adidas, am Versicherungsgiganten Allianz, am Chemieriesen BASF, an der Deutschen Bank. 6,3 Prozent des Pharmaherstellers Merck gehören Blackrock, beim Baustoffkonzern Heidelberg-Cement sind es 7 Prozent. Blackrock ist als einzige ausländische Anlagefirma an allen 30 Schwergewichten des Dax beteiligt (die Beteiligungen im Überblick).

Und nicht nur das: Die New Yorker sind fast in jedem Winkel der Erde präsent. Rund um den Globus verwaltet Blackrock ein Vermögen von 3,65 Billionen Dollar. Das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Für zehn Billionen Dollar Investorenkapital übernimmt das Unternehmen Dienstleistungen wie das Risikomanagement. Keine Großbank, kein Versicherer hat eine solche Reichweite. Niemand sonst beherrscht so viel Kapital.

Aladdin heißt das Analysesystem, mit dem die Firma Geldanlagen bewertet

Der Finanzkonzern verfügt über beste Beziehungen. Regierungen und Zentralbanken beauftragen BlackRock, Wertpapier-Portfolios aufzuräumen. Für US-Finanzminister Timothy Geithner sind die Blackrock-Experten an mehreren Fronten im Einsatz. An der Wall Street hört man, Geithner habe die Blackrock-Nummer auf seinem Telefon gespeichert.

Außerhalb der Finanzszene ist der Koloss kaum bekannt. Das Hauptquartier in der 52. Straße in Manhattan ist nach Wall-Street-Maßstäben bescheiden. Nur wer genau hinschaut, sieht über dem Eingang den Schriftzug "Blackrock". Drinnen sucht man vergebens nach Kunstobjekten, wie sie die Empfangshallen der großen Banken schmücken. Stattdessen Töpfe mit fleischig-lila Orchideen.

"Sie sind hier, um unser Wunderkind zu treffen!", ruft eine Sprecherin zur Begrüßung. Gemeint ist Rob Goldstein. Groß und schlaksig, strahlt der 37-Jährige die Begeisterungsfähigkeit von jemand aus, der vor Kurzem noch Videospiele gespielt hat. Die goldene Uhr und die Goldrandbrille fallen aus dem Bild.

Kommentare (3)

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mike15558

01.06.2011, 12:52 Uhr

200 Millionen Kalkulationen pro Woche ... das schafft mein Laptop in der Sekunde. Die Zahl ist sicherlich nicht richtig. Wirft aber indirekt ein Bild auf die anderen Fakten des Artikels, die man nicht so einfach nachprüfen kann.

Bitte etwas mehr Präzision in den etwas "reisserisch" geschriebenen Artikel!

Mediale_Scheinwelt

01.06.2011, 13:01 Uhr

Unsere_Medienwelt

Alles Märchen!!!

Ist die Presse da um uns zu informieren?

Nein die privaten Konzernmedien sind nicht da um uns zu informieren.

Medien sind da um uns abzulenken und eine bestimmte Meinung einzutrichtern!!!

( Je nach Wunsch der Eigentümer bzw. Drahtzieher )

Wer die Information kontrolliert, kontrolliert alles!!!

Account gelöscht!

01.02.2012, 09:31 Uhr

Unbedingt dazu noch diesen Artikel lesen:

http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3859-ein-gespenst-geht-um-im-deutschen-aktienindex-blackrock.html

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