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23.01.2009

13:05 Uhr

BNP hält an Übernahme fest

Fortis Bank erwartet Verlust von 19 Milliarden

Die angeschlagene belgische Fortis Bank geht für das vergangene Jahr von einem Nettoverlust von bis zu 19 Mrd. Euro aus. Hauptgrund sind Einmalbelastungen im Zuge der Abspaltung der erst kurz zuvor erworbenen Teile von ABN Amro in Höhe von mehr als zwölf Mrd. Euro, wie das verstaatlichte Institut mitteilte.

Fortis Bank in Brüssel: Das Jahresergebnis des Instituts ist tiefrot. Foto: ap Quelle: ap

Fortis Bank in Brüssel: Das Jahresergebnis des Instituts ist tiefrot. Foto: ap

HB BRÜSSEL. Daneben schlug aber auch eine weitere Verschlechterung des Kreditportfolios negativ zu Buche. "Damit reiht sich das Institut in eine Reihe mit Royal Bank of Scotland", kommentierte ein Börsianer die Zahlen.

Das Institut, das sich mittlerweile in belgischem Staatsbesitz befindet, berichtete, in ersten neun Monaten 2008 habe sich der Verlust auf 14,1 Mrd. Euro belaufen. Im Schlussquartal werde ein weiteres Minus von bis zu fünf Mrd. Euro hinzukommen. Die Kernkapitalquote (Tier 1) liege per Ende 2008 bei zehn Prozent, was dem Niveau der Deutschen Bank entspricht, teilte die Bank, die an die BNP Paribas weiterverkauft werden soll, weiter mit. Ein Sprecher der Pariser Großbank wollte die Verluste bei Fortis nicht kommentieren. Er sagte aber, sein Institut halte am geplanten Erwerb der belgischen Aktivitäten von der Regierung des Landes fest.

Fortis war Teil eines Konsortiums, das die niederländische Bank ABN Amro vor mehr als einem Jahr für die Rekordsumme von gut 70 Mrd. Euro übernommen hatte. Daran hat sich Fortis inmitten der Finanzkrise aber verhoben und ist daher im Oktober von den Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs aufgespalten worden. Im Zuge dessen musste sich das Institut auch von den ABN-Teilen wieder trennen. Börsennotiert sind nun nur noch einige Versicherungsgeschäfte des früheren Finanzkonzerns Fortis.

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