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05.02.2015

10:14 Uhr

BNP Paribas

Französische Großbank will weiter sparen

Fast neun Milliarden Dollar musste die BNP Paribas wegen Sanktionsverstößen an die US-Behörden zahlen. Das drückt das Ergebnis 2014 tief in den Keller. Die Bank reagiert mit einer Abmagerungskur.

Die jüngsten Probleme bei BNP Paribas dürften aufgrund ungünstiger Marktbedingungen keine Eintagsfliege gewesen sein – das Pariser Haus reagiert nun. dpa

Die jüngsten Probleme bei BNP Paribas dürften aufgrund ungünstiger Marktbedingungen keine Eintagsfliege gewesen sein – das Pariser Haus reagiert nun.

ParisDie französische Großbank BNP Paribas hat 2014 nach einer Milliardenstrafe in den USA im Sommer den Absturz in die Verlustzone nur knapp vermieden. Unter dem Strich rettete das Institut einen Jahresüberschuss von 157 Millionen Euro, wie es am Donnerstag in Paris mitteilte.

Es war der niedrigste Gewinn seit dem Zusammenschluss von BNP und Paribas im Jahr 2000. Dennoch will der Konzern seine Dividende mit 1,50 Euro pro Aktie stabil halten. 2013 hatte die größte französische Bank noch 4,8 Milliarden Euro verdient.

Die US-Justiz hatte BNP im Juli nach harten Vergleichsverhandlungen wegen langjähriger Verstöße gegen Handelssanktionen bei Geschäften mit sogenannten „Schurkenstaaten“ wie Iran, Sudan und Kuba zu einer Rekordstrafe von 8,97 Milliarden US-Dollar verdonnert. Das war viel mehr als die Bank lange für möglich gehalten hatte, die gebildeten Rückstellungen reichten bei weitem nicht aus. Deshalb musste die Bank noch rund 6 Milliarden Euro als Belastung in der Jahresbilanz verbuchen. Dennoch habe die Bank weiter eine „absolut solide Bilanz“, sagte Bankchef Jean-Laurent Bonnafé.

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Die Aussichten haben sich aber getrübt. Das Institut rechnet im kommenden Jahr mit eine Gewinnbelastung von rund 500 Millionen Euro allein durch die immer strengeren Regeln für Banken und die neuen Abgaben für den europäischen Banken-Abwicklungsfonds. Sorgen macht BNP auch die schwache Entwicklung der europäischen Wirtschaft. Hinzu kommt der Druck auf die Erträge wegen der historisch niedrigen Zinsen.

Von

dpa

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