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06.11.2014

11:14 Uhr

BNP Paribas, SocGen, Credit Agricole

Französische Großbanken verdienen mehr

Frankreichs Finanzinstitute werden ihre Altlasten los: Société Generale, Credit Agricole und BNP Paribas müssen weniger für faule Kredite rückstellen und steigern ihr Ergebnis deutlich.

Frankreichs Nummer zwei: BNP Paribas konnte im vergangenen Geschäftsquartal am meisten zulegen. dpa

Frankreichs Nummer zwei: BNP Paribas konnte im vergangenen Geschäftsquartal am meisten zulegen.

ParisDie französischen Banken Société Generale und Credit Agricole haben im dritten Quartal dank einer niedrigeren Vorsorge gegen faule Kredite deutlich mehr verdient. Bei SocGen, der Nummer zwei des Landes nach BNP Paribas, stieg der Gewinn um 57 Prozent auf 836 Millionen Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Auch Kostensenkungen sorgten dafür, Schwächen im heimischen Privatkundengeschäft auszugleichen und die Erwartungen der Analysten zu übertreffen.

Welche Finanzfirmen für US-Sanktionsverstöße büßen mussten

Verstoß kann teuer werden

Vor BNP Paribas hat die US-Justiz schon eine ganze Reihe an Finanzkonzernen wegen Verstößen gegen Sanktionen gegen Staaten wie den Iran zur Kasse gebeten. Eine Übersicht.

Deutsche Börse (November 2013)

Die Deutsche Börse zahlt 152 Millionen Dollar, weil ihre Tochter Clearstream bei Wertpapierübertragungen eingefrorenes Geld illegalerweise in den Iran überwiesen haben soll.

Standard Chartered (2012)

Mehrere US-Behörden verdonnern die britische Bank Standard Chartered im Jahresverlauf zur Zahlung von insgesamt 667 Millionen Dollar wegen unerlaubter Geschäfte mit dem Iran.

ING (Juni 2012)

Der niederländische Finanzkonzern ING zahlt 619 Millionen Dollar wegen Geschäften mit Iran und Kuba.

RBS (Mai 2010)

Die Royal Bank of Scotland zahlt 500 Millionen Dollar für Geschäfte der übernommenen niederländischen ABN Amro mit dem Iran, Libyen, dem Sudan, Kuba und anderen sanktionierten Staaten.

Credit Suisse (Dezember 2009)

Die Schweizer Credit Suisse büßt mit 536 Millionen Dollar für Geschäfte mit dem Iran und anderen Staaten.

Lloyds (Januar 2009)

Die britische Bank Lloyds zahlt 350 Millionen Dollar wegen Verstößen gegen Iran- und Sudan-Sanktionen.

Bei Credit Agricole - der Nummer drei im Markt - kletterte der Quartalsüberschuss um vier Prozent auf 758 Millionen Euro. Auch hier lag das Ergebnis oberhalb der Expertenschätzungen. Das genossenschaftliche Institut profitierte von einem starken Ergebnis im Versicherungsbereich und in der Vermögensverwaltung. Dagegen schwächelte auch hier das Privatkundengeschäft im Heimatmarkt. Bankchef Jean-Paul Chifflet kritisierte die französische Wirtschaftspolitik, die dafür sorge, dass weniger investiert werde.

Von

rtr

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