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06.07.2011

10:03 Uhr

Börsen-Landschaft

Börsen-Fusion in Japan bis Herbst geplant

Bis Herbst wollen sich die Tokioter Börse und die kleinere Rivalin Osaka Securities Exchange (OSE) über einen Zusammenschluss einigen. Die Fusion würde den Handelsplatz in der japanischen Hauptstadt stärken.

Die Tokioter Börse und die kleinere Rivalin Osaka Securities Exchange (OSE) wollen sich bis Herbst über eine Fusion einigen. Quelle: Reuters

Die Tokioter Börse und die kleinere Rivalin Osaka Securities Exchange (OSE) wollen sich bis Herbst über eine Fusion einigen.

Tokio.Die Tokioter Börse und die kleinere Rivalin Osaka Securities Exchange (OSE) streben Kreisen zufolge einen zügigen Zusammenschluss an. Der größte und zweitgrößte Börsenbetreiber in Japan wollen sich bis Herbst über eine Fusion einigen, erfuhr die Agentur Reuters am Mittwoch aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. Allerdings gebe es noch Differenzen, die das Vorhaben gefährdeten. Die Übernahme könne entweder durch einen Aktientausch oder eine Offerte der Tokioter Börse für die kleinere Konkurrentin erfolgen. Ein Sprecher der Tokioter Börse sagte, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die OSE wollte keinen Kommentar abgeben

Bislang habe einer Einigung vor allem der Plan der Tokioter Börse im Weg gestanden, vor einer Fusion eigene Aktien herauszugeben. Die Tokyo Stock Exchange (TSE) fürchtet ansonsten den Vorwurf, sie strebe eine Notierung durch die Hintertür an, ohne ihren eigenen Kriterien für Emissionen zu genügen. Die bereits notierte Börse in Osaka ist den Kreisen zufolge dagegen auf einen schnellen Zusammenschluss erpicht, um ausländischen Wettbewerbern besser die Stirn bieten zu können.

Der OSE-Präsident hatte Reuters im vergangenen Monat gesagt, Fusionsgespräche mit der TSE seien später als Juni schwierig, falls die Tokioter Börse nicht ihre Haltung ändere. Die Verhandlungen laufen nach Informationen von Reuters bereits seit März. Am Dienstag hatte die Zeitung „Asahi“ berichtet, der Tokioter Markt wolle die Konkurrentin zu einer hundertprozentigen Tochter machen. Die auf Derivate spezialisierten OSE lehne dies aber ab. OSE-Papiere stiegen am Dienstag um acht Prozent und legten am Mittwoch erneut um 2,5 Prozent zu.

Für die Tokioter Börse - der nach Volumina viertgrößte Anbieter weltweit - wäre die OSE eine gute Ergänzung und würde den Handelsplatz in der japanischen Hauptstadt stärken. In der Börsen-Landschaft werden zurzeit die Karten neu gemischt. So wollen sich die Deutsche Börse und die US-Börse Nyse Euronext zum weltgrößten Handelsplatz zusammenschließen.

Die Fusion der Börsen von London und Toronto platzte allerdings zuletzt. In Medien wurde spekuliert, dass die London Stock Exchange nun von der Nasdaq gekauft werden könnte.

Von

rtr

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