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25.01.2007

10:06 Uhr

Börsengang für 2008 geplant

HSH Nordbank will zukaufen

VonFrank Matthias Drost

Der neue Chef der HSH Nordbank, Hans Berger, hegt ehrgeizige Pläne. „Wir wollen unsere Position als eine der führenden nordeuropäischen Banken weiter ausbauen“, erklärt Berger in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

BERLIN. Der Ausbau der Position in Nordeuropa könne nicht ausschließlich durch organisches Wachstum erreicht werden, so Berger. „Daher überlegen wir schon, wie wir uns national und international verstärken können. Das schließt bei passender Gelegenheit auch eine Akquisition größeren Umfangs nicht aus“. Übernahmeziele könnten Banken sein, aber auch Portfolien, die „zu unseren Geschäftsbereichen passen“.

Für die Schiffsfinanzierung, den wichtigsten Geschäftsbereich der Bank, ist Berger wegen des florierenden Handels optimistisch gestimmt. Mit einem Kreditvolumen von 25 Mrd. Euro sieht sich das Institut als Weltmarktführer. Doch die Konkurrenz ist härter geworden. Teilten bislang 40 bis 50 Institute weltweit den Markt unter sich auf, sind es jetzt bis zu 150 Banken, die sich um die Finanzierung reißen. Zu den Konkurrenten in Deutschland zählen beispielsweise die NordLB und die Bremer Landesbank. International steht die HSH Nordbank mit den skandinavischen Banken Nordea und DnBNOR, aber auch mit der Royal Bank of Scotland in Konkurrenz.

Weitere Schwerpunkte der Bank sind Immobilien und Flugzeuge. Zudem ist sie regional stark im Ostseeraum verankert. Zu den Eignern gehört seit 2006 der US-Investmentbanker Christopher Flowers, der einen Anteil der WestLB übernahm.

Berger hat zum ersten Januar die Nachfolge von Alexander Stuhlmann angetreten. Das Jahr 2007 soll dazu dienen, die „Börsenfähigkeit“ zu erreichen, für 2008 ist der Schritt aufs Parkett geplant. Berger machte deutlich, dass er bei entsprechender Gelegenheit auch schon vorher zukaufen würde.

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