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06.12.2011

10:18 Uhr

Bonitätsnote

DZ Bank bekommt besseres Rating als die Deutsche Bank

Stabiler als der Branchenprimus: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat der genossenschaftlichen DZ Bank mit „A+“ ein besseres Rating verpasst als der Deutschen Bank.

Die Zentrale der DZ Bank in Frankfurt. Reuters

Die Zentrale der DZ Bank in Frankfurt.

FrankfurtDas Geld der Investoren ist bei der genossenschaftlichen DZ Bank nach Einschätzung von S&P sicherer angelegt als bei der Deutschen Bank. Die weltgrößte Ratingagentur erhöhte die Kreditwürdigkeitsnote des Spitzeninstituts der Volks- und Raiffeisenbanken um einen Schritt auf „AA-“ von „A+“, mit einem stabilen Ausblick.

Je höher das Rating, desto bessere Chancen hat eine Bank, sich günstig Geld zu beschaffen. Die Entscheidung folgt einem veränderten System von S&P, das für Hunderte von Banken in diesen Wochen weltweit neue Bonitätsnoten bedeutet.

Das „A+“-Rating für die Deutsche Bank war von S&P vor kurzem bestätigt worden, der Trend zeigt bei ihr allerdings eher nach unten. Die Commerzbank kommt nur auf ein „A“. DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch fühlt sich von S&P bestätigt: „Diese Höherstufung ist das Ergebnis einer nachhaltig kundenbezogenen Geschäftspolitik und eines starken Zusammenhalts der genossenschaftlichen Finanzgruppe“, erklärte er am Dienstag.

Auch der gesamte deutsche Genossenschaftssektor mit seinen 1200 Volks- und Raiffeisenbanken kann nun auf ein „AA-“ (bisher „A+“) verweisen. Der Immobilienfinanzierer DG Hyp und der Schiffsfinanzierer DVB Bank schaffen aber nur ein „A+“ (bisher „A“), die Deutsche Apotheker- und Ärztebank - die größte Genossenschaftsbank in Deutschland - liegt wie die DZ Bank bei „AA-“ (“A+“).

S&P hatte 15 der 37 weltgrößten Banken herabgestuft, höher bewertet wurden nur zwei chinesische Institute. Die Agentur beleuchtet nach dem neuen System verstärkt das Umfeld, in dem die Banken arbeiten: die wirtschaftliche Lage in ihrem Heimatland oder den Konkurrenzdruck in der Branche. Diese Faktoren für die Kreditwürdigkeit waren bisher nur als „weiche Kriterien“ ins Kalkül gezogen worden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Kirschbluete

08.12.2011, 13:41 Uhr

Wer sich in der Vergangenheit mit "Bereicherungsmodellen" (Pleiten mit DG Fonds) neben Milliardenverlusten die Bilanzen poliert hat, bekommt gar noch ein "besseres Rating".

Alfredo-vom-Bankgenossen

09.12.2011, 15:31 Uhr

Das hat man schon in der Schule gelernt. Wenn man selbst nichts drauf hat, sucht man einfach einen, der noch schlechter ist und vergleicht sich mit dem.

Das ist so ziemlich die billigste PR, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

HansFehr

09.12.2011, 15:39 Uhr

Um so besser: Wenn die DZ Bank noch Geld hat, kann sie sich endlich an die Entschädigung ihrer Anleger machen.
http://bankgenosse.wordpress.com

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