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22.05.2014

02:54 Uhr

Bonusgrenze

HypoVereinsbank will Bonus auf doppelter Gehaltshöhe

Hohen Boni setzte die Politik nach der Finanzkrise engere Grenzen. Nun will die HypoVereinsbank die Erlaubnis dafür, einen Bonus in doppelter Höhe des Fixgehalts zu zahlen. Damit ist sie nicht die einzige deutsche Bank.

Rauf mit den Boni - das ist der Wunsch der HypoVereinsbank. Die Aktionäre sollen ihn nun genehmigen. dpa

Rauf mit den Boni - das ist der Wunsch der HypoVereinsbank. Die Aktionäre sollen ihn nun genehmigen.

FrankfurtDie Münchner HypoVereinsbank (HVB) will sich eine höhere Bonusgrenze für ihre Mitarbeiter genehmigen lassen. Auf der Hauptversammlung am 2. Juni sollen die Aktionäre grünes Licht dafür geben, dass die Boni künftig doppelt so hoch sein dürfen wie das Fixgehalt, wie ein HVB-Sprecher der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagausgabe) sagte.

Die italienische HVB-Mutter UniCredit hatte sich auf ihrer Hauptversammlung am 13. Mai von ihren Aktionären bereits die Erlaubnis dazu eingeholt. Bei der HVB ist das Investmentbanking der UniCredit-Gruppe gebündelt.

Die Politik hat den europäischen Geldhäusern engere Fesseln angelegt, weil sie die hohen Boni der Vergangenheit, die teilweise ein Vielfaches des Grundsalärs ausmachten, als einen der Gründe für den Ausbruch der Finanzkrise sieht. Das neue EU-Regelwerk sieht vor, dass Prämien künftig im Grundsatz nicht mehr höher sein dürfen als das Fixgehalt - nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Aktionäre können sie doppelt so hoch ausfallen.

Die HVB ist die dritte in Deutschland beheimatete Bank, die diese Regelung nutzen will. Am Mittwoch hatten die Aktionäre der Aareal Bank der Erhöhung der Bonusgrenze zugestimmt.

Die Eigner der Deutschen Bank sollen auf der Hauptversammlung am heutigen Donnerstag darüber abstimmen. Vor allem im Investmentbanking konkurriert das Frankfurter Institut mit den großen US-Rivalen und will nach eigenen Angaben nicht riskieren, dass die besten Leute aus finanziellen Gründen abwandern.

Bislang bekommen Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und sein Kollege Anshu Jain jeweils ein Grundgehalt von 2,3 Millionen Euro; einschließlich kurz- und langfristiger Boni strichen sie 2013 je 7,5 Millionen Euro ein.

Die Commerzbank hatte sich hingegen entschieden, von der Möglichkeit zur Erhöhung der Bonusgrenze keinen Gebrauch zu machen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

22.05.2014, 08:17 Uhr

Mei und wenns schief läuft das geschäft, hilft Mutti Merkel mit den Steuergeldern der Bevölkerung.
Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren. Ist eh alles alternativlos und systemrelevant.

Account gelöscht!

22.05.2014, 12:17 Uhr

Wieso Boni? Im Vertrage steht doch zum Wohl der Firma arbeiten und nicht die Firma vernichten!!! Warum Boni, wenn die Banker nicht als Ausgleich den Verlust persönlich bezahlen???

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