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01.05.2012

23:51 Uhr

Bonusskandal

Saudischer Großaktionär stützt angeschlagenen Citi-Chef

VonRolf Benders, Mathias Brüggmann

Der saudische Großaktionär Al-WAlid spricht sich für den angeschlagenen Citigroup-Chef Vikram Pandit aus. Den hatte die Hauptversammlung kürzlich wegen seines Millionen-Bonus abgewatscht.

Der saudische Milliardär Al-Walid ist größter Einzelaktionär der Citigroup. ap

Der saudische Milliardär Al-Walid ist größter Einzelaktionär der Citigroup.

ParisDer auf der jüngsten Hauptversammlung seines Millionen-Gehaltes abgestrafte Citigroup-Chef Vikram Pandit bekommt Unterstützung von seinem prominentesten Großaktionär. "Ich persönlich bin der Ansicht, er verdient es", sagte Prinz Al-Walid bin Talal von Saudi-Arabien in einem Exklusiv-Interview dem Handelsblatt. Pandit soll für 2011 insgesamt ein Gehalt von 15 Millionen Dollar erhalten.

Auf der Hauptversammlung der Bank Mitte April hatte aber eine Mehrheit von 55 Prozent der Aktionäre gegen die Bezahlung des Managements und damit auch Pandits gestimmt. Das war das erste Mal, dass die Boni bei einem großen US-Institut von den Anteilseignern abgelehnt wurden. Das Votum ist allerdings nach amerikanischem Recht nicht bindend.

Trotzdem gilt Pandit seither als angeschlagen. Einer der Anteilseigner reichte inzwischen auch Klage gegen die Gehaltspläne ein, die sich für die gesamte Unternehmensspitze auf 54 Millionen Dollar belaufen. Die Führung der Citigroup hatte nach der Abstimmungsniederlage angekündigt, das Gespräch mit den Aktionären zu suchen.

Daher wiegt der Zuspruch des mächtigen saudischen Milliardärs, der größter Einzelaktionär der Bank ist, für Pandit besonders schwer. "Er macht einen guten Job", sagte Al-Walid, der sich bis gestern zu Investorengesprächen in der französischen Hauptstadt Paris aufhielt. Er habe für Pandit und die Gehälter des Managements gestimmt, sagte der Prinz.

Er verstehe, dass es derzeit Aufregung über Gehälter und Boni an der Wall Street gebe. "Aber die Gehälter, die vom Management vorgeschlagen wurden, sind nun wirklich nicht übertrieben", so Al-Walid.

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