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19.07.2017

20:41 Uhr

Brexit-Exil

Morgan Stanley steuert angeblich Frankfurt an

Nach dem Brexit brauchen Londons Banken eine Gesellschaft mit EU-Banklizenz. Ein großer Standortfavorit ist unter anderem Frankfurt. Einem Insider zufolge will auch die US-Bank Morgan Stanley an den Main ziehen.

Der EU-Sitz der US-Investmentbank könnte bald Frankfurt heißen. Reuters

Morgan Stanley

Der EU-Sitz der US-Investmentbank könnte bald Frankfurt heißen.

Frankfurt/LondonDie US-Investmentbank Morgan Stanley will einem Agenturbericht zufolge wegen des Brexit ihren EU-Sitz nach Frankfurt verlagern. Dadurch würden rund 200 neue Jobs am Main entstehen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Morgan Stanley folgt dem Beispiel zahlreicherer anderer Geldhäuser, die es ebenfalls nach Frankfurt zieht.

In London tätige Banken brauchen ab März 2019 eine Gesellschaft mit EU-Banklizenz, wenn sie weiter Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten der Union anbieten wollen. Viele Geldhäuser prüfen deshalb die Verlagerung von Geschäften etwa nach Paris, Dublin oder Frankfurt. Für Frankfurt spricht die stabile deutsche Wirtschaft, die gute Infrastruktur sowie die ebenfalls in der Stadt angesiedelte Europäische Zentralbank.

Von

rtr

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