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27.06.2017

12:59 Uhr

Brexit

Japanische Bank Nomura kommt nach Frankfurt

Nach dem Wertpapierhändler Daiwa kommt auch die japanische Bank Nomura nach Frankfurt: Am Main soll künftig der neue EU-Standort des Instituts liegen. Frankfurt rechnet fest mit weiteren Brexit-Flüchtlingen.

Die in London ansässige japanische Bank eröffnet wegen des Brexits eine neue EU-Tochter in Frankfurt. Reuters

Nomura

Die in London ansässige japanische Bank eröffnet wegen des Brexits eine neue EU-Tochter in Frankfurt.

FrankfurtDie japanische Bank Nomura hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können, beantragte die Bank eine Lizenz für eine neue Tochtergesellschaft am Main, wie Nomura am Dienstag mitteilte. Wie viele Arbeitsplätze Nomura nach Frankfurt verlagert, blieb zunächst offen.

Nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen.

Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Erst vergangene Woche hatte Japans zweitgrößter Wertpapierhändler Daiwa Securities angekündigt, eine Lizenz für eine neue Tochter in Frankfurt zu beantragen.

Der Standortvermarkter Frankfurt Main Finance rechnet in den nächsten Wochen mit weiteren Entscheidungen. Die "Welt am Sonntag" hatte berichtet, die US-Investmentbank Morgan Stanley wolle ihr Personal in Frankfurt auf rund 400 Banker verdoppeln.

Von

rtr

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